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22. Februar 2013, 14:21 Uhr

Geisterspiel in Istanbul

Fenerbahçe-Fans schießen Fallschirm-Pyros ins Stadion

Die Fans von Fenerbahçe Istanbul mussten im Europa-League-Rückspiel gegen Bate Borissow draußen bleiben - die Uefa hatte den Club zu einem Geisterspiel verdonnert. Doch die Anhänger sorgten für einen erneuten Eklat: Sie schossen Leuchtkörper an Fallschirmen über die Stadionmauern.

Hamburg - Und plötzlich regnete es Pyros: Im Sukru-Saracoglu-Stadion spielte Gastgeber Fenerbahçe Istanbul gegen Bate Borissow in der Zwischenrunde der Europa League, als rote Feuerwerkskörper an kleinen Fallschirmen vom Himmel herab schwebten. Einer davon landete zur großen Überraschung der Fener-Delegation direkt vor der Istanbuler Ersatzbank.

Nun sind Pyros keine Seltenheit in türkischen Fußballstadien. Das Besondere am Donnerstagabend war: Das Stadion war bis auf wenige Offizielle und Journalisten leer, die Leuchtkörper waren von außerhalb der Arena abgefeuert worden.

Die Uefa hatte den Club wegen Ausschreitungen der Fenerbahçe-Fans während des Europa-League-Gruppenspiels bei Olympique Marseille am 22. November 2012 zu einem Geisterspiel verdonnert. Anhänger des türkischen Clubs hatten bei der Partie in Frankreich den Platz gestürmt und Bengalos gezündet. Wie genau die Fans nun die Geschosse über die hohen Stadionmauern schießen konnten, ist nicht bekannt. In der Seefahrt kommen in Notsituationen Leuchtraketen zum Einsatz, die mit einer Pistole abgeschossen werden und ebenfalls an Fallschirmen herabsegeln.

Außerhalb des Stadions hatten Tausende Fans auf einer Großbildleinwand mitverfolgt, wie ihr Team nach einem 0:0 im Hinspiel noch zu einem 1:0 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kam und das Achtelfinale erreichte.

luk

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