Getöteter Linienrichter: Tatverdächtiger soll entlassen werden

Im Fall des getöteten Linienrichters in den Niederlanden kommt ein Verdächtiger aus der Untersuchungshaft frei, auch wenn die Ermittler weiter von einer Tatbeteiligung des 15-Jährigen ausgehen. Sieben weitere Personen bleiben eingesperrt.

Vereinsheim des Clubs Nieuw Sloten: "Nicht genügend Indizien" Zur Großansicht
DPA

Vereinsheim des Clubs Nieuw Sloten: "Nicht genügend Indizien"

Hamburg - Neues im Fall Richard N., dem in den Niederlanden getöteten Schiedsrichter-Assistenten: Die zuständige Staatsanwaltanschaft in Lelystad teilte mit, dass ein 15 Jahre alter Tatverdächtiger noch vor Weihnachten aus der Untersuchungshaft entlassen wird.

"Es gibt nicht genügend Indizien, um dem Jungen eine direkte Beteiligung an den Gewalttaten, die zum Tod von N. geführt haben, nachzuweisen", hieß es in einer Mitteilung. Am Zwischenfall soll er allerdings - in welcher Form auch immer - beteiligt gewesen sein, weshalb er auch weiterhin "der öffentlichen Gewalttätigkeit verdächtigt" werde.

Der Jugendliche gehörte zu der Gruppe von Mitgliedern des SV Nieuw Sloten, die als erstes verhaftet worden waren. Nach der Entlassung des 15-Jährigen blieben noch sieben Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Bei einem Termin am 27. Dezember soll entschieden werden, ob die in der vergangenen Woche festgenommenen vier Personen ebenfalls entlassen werden.

Der 41 Jahre alte Richard N. war am 3. Dezember an den Folgen einer Prügelattacke durch Amateurfußballer gestorben. Die Spieler des Vereins Nieuw-Sloten im Alter zwischen 15 und 17 Jahren hatten den Linienrichter kurz nach dem Schlusspfiff in Almere angegriffen, weil sie mit Entscheidungen nicht einverstanden waren. Auch ein 50-Jähriger soll an der Tat beteiligt gewesen sein.

bka/sid

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