Getöteter Linienrichter in Niederlanden: Verdächtige Jugendliche bleiben in Haft
Die Untersuchungshaft für die Jugendlichen, die in den Niederlanden einen Linienrichter getötet haben sollen, ist verlängert worden. Ob die Verdächtigen in den kommenden zwei Wochen weiter isoliert bleiben, soll noch entschieden werden.
Hamburg - Ein Haftrichter in Lelystad hat die Untersuchungshaft für die drei verdächtigen Jugendlichen, die einen Linienrichter totgeprügelt haben sollen, um 14 Tage verlängert. Aufgrund der Kontaktsperre wurden die 15- und 16-Jährigen dem Richter einzeln vorgeführt. Ob auch die Isolationshaft für weitere 14 Tage verhängt wird, sollte am späten Donnerstagnachmittag entschieden werden. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt die jungen Männer des Totschlags.
Spieler des Amsterdamer Clubs Nieuw-Sloten hatten am vergangenen Sonntag nach einem Fußballspiel in Almere bei Amsterdam den Linienrichter schwer misshandelt. Der 41 Jahre alte Richard N. erlag am Montag seinen Hirnverletzungen. Der Zeitung "De Telegraaf" zufolge soll bei dem tödlichen Gewaltausbruch am Sonntag neben N. auch der Torwart der gastgebenden Buitenboys Opfer schwerer Prügelattacken geworden sein. Er sei dem Linienrichter zur Hilfe geeilt, heißt es.
Am Donnerstagmorgen hatten rund hundert Schieds- und Linienrichter offenbar persönliche Konsequenzen aus dem gewaltsamen Tod des Linienrichters gezogen. Die Ehrenamtlichen des Fußballverbands KNVB legten ihre Aufgaben im Amateur- und Jugendbereich mit sofortiger Wirkung nieder. Das meldete "De Telegraaf".
Der niederländische Fußballverband KNVB hatte Anfang der Woche alle Amateurspiele am kommenden Wochenende abgesagt. Zu Beginn der Profispiele werde es eine Schweigeminute geben, Spieler und Schiedsrichter würden einen Trauerflor tragen.
max/dpa/sid
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