Getöteter Linienrichter in Niederlanden: Vierter verdächtiger Jugendlicher verhaftet

Lange war unklar, ob noch ein weiterer Jugendlicher an der tödlichen Attacke auf einen niederländischen Linienrichter beteiligt gewesen war. Nun hat die Polizei einen vierten Verdächtigen verhaftet. Auch er spielte in der Amateurmannschaft des Amsterdamer Clubs SV Nieuw Sloten.

Vereinsheim des SC Buitenboys: Trauer über toten LinienrichterZur Großansicht
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Vereinsheim des SC Buitenboys: Trauer über toten Linienrichter

Hamburg - Im Fall des getöteten Linienrichters hat die niederländische Polizei einen vierten Jugendlichen wegen des Verdachts des Totschlags verhaftet. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Es handele sich um einen 16-jährigen Jungen aus Amsterdam. Drei weitere Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren waren bereits am Montag festgenommen worden. Alle spielten in der Amateurmannschaft des Amsterdamer Clubs SV Nieuw Sloten.

Ein Haftrichter in Lelystad hatte am Donnerstag die Untersuchungshaft für die anderen drei Verdächtigen um 14 Tage verlängert. Ihnen wird vorgeworfen, nach einem Spiel am Sonntag den ehrenamtlichen Linienrichter aus Almere bei Amsterdam misshandelt zu haben. Der 41-Jährige war am Montag seinen schweren Kopfverletzungen erlegen.

Der niederländischen Zeitung "De Telegraaf" zufolge soll bei dem tödlichen Gewaltausbruch am Sonntag neben N. auch der Torwart der gastgebenden Buitenboys Opfer schwerer Prügelattacken geworden sein. Er sei dem Linienrichter zur Hilfe geeilt, heißt es.

Am Donnerstagmorgen hatten rund hundert Schieds- und Linienrichter offenbar persönliche Konsequenzen aus dem gewaltsamen Tod des Linienrichters gezogen. Die Ehrenamtlichen des niederländischen Fußballverbands KNVB legten ihre Aufgaben im Amateur- und Jugendbereich mit sofortiger Wirkung nieder.

Der KNVB hatte Anfang der Woche alle Amateurspiele am kommenden Wochenende abgesagt. Zu Beginn der Profispiele werde es eine Schweigeminute geben, Spieler und Schiedsrichter würden einen Trauerflor tragen.

psk/dpa

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