Gegen England und Argentinien Buffon kehrt in Italiens Tor zurück

Unter bitteren Tränen hatte Gianluigi Buffon nach Italiens WM-Aus seinen Rücktritt aus der Nationalelf verkündet. Nun sagte die Torwart-Ikone: "Wenn die Nationalelf mich braucht, muss man bereit sein."

Gianluigi Buffon
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Gianluigi Buffon


Gianluigi Buffon wird ein Kurzzeit-Comeback in der italienischen Nationalmannschaft geben. "Aus Verantwortungsbewusstsein und Liebe zur Nationalelf leiste ich gern wieder meinen Beitrag in dieser Übergangsphase", sagte der 40-Jährige als Gast der TV-Show "Tiki Taka".

Nach dem Aus der Azzurri in der WM-Qualifikation im vergangenen November hatte der Kapitän seinen Abschied von der Squadra Azzurra verkündet. Doch nach einem Appell von Interimscoach Luigi Di Biagio will der Routinier in zwei Länderspielen im März wieder dabei sein.

"Wenn die Nationalelf mich braucht, muss man bereit sein. Das ist eine Form von Treue und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Italien", sagte der Torwart von Rekordmeister Juventus . "Eine neue Nationalelf entsteht, und die ersten Länderspiele gegen Argentinien und England sind nicht gerade einfach. Einige erfahrene Spieler können anfangs nützlich sein."

Gianluigi Buffon nach dem WM-Aus
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Gianluigi Buffon nach dem WM-Aus

Am 23. März findet die Partie der Italiener gegen Argentinien in Manchester statt, am 27. März treffen die Azzurri in London auf England. Ab Juni werde er dann über seine Zukunft entscheiden: "Jetzt will ich mich lediglich auf das Saisonende konzentrieren. Ich werde im richtigen Moment in Einstimmung mit Juventus meine Entscheidung treffen."

Di Biagio hatte am Montag erklärt, er habe Buffon aufgefordert, weitere zwei, oder drei Spiele mit der italienischen Auswahl zu bestreiten. Auch Verteidiger Giorgio Chiellini sei wieder zum Einsatz bereit. "Ich möchte eine richtige Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten schaffen", hatte Di Biagio gesagt. "In der jetzigen Phase braucht Italien mehr eine Person, die die richtigen Spieler auswählt, als einen Coach."

sak/sid



insgesamt 3 Beiträge
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schwester arno 27.02.2018
1. Italienisches Problem
Eigentlich ist es ja ein italienisches Problem, aber meiner Meinung nach, sollten die Italiener, möchten sie wirklich einen Neuanfang lancieren, einen jüngeren Goalie testen. Die beiden Spiele sind ja wohl eher Testspiele, was hat man zu verlieren? Ich schätze Buffon sehr, aber bringt es was wenn er jetzt noch 2-3 Spiele macht? Wieso nicht der zukünftigen Nr. 1 die Möglichkeit geben sich gegen die namhaften Gegner zu profilieren? Sollte ein offizielles Abschiedsspiel dabei sein, dann ist das sicher was anderes.
grandma_moses 27.02.2018
2. macht Sinn
Im Gegensatz zu @1 kann ich den Sinn der Aktion klar erkennen. Es drängt sich kein klarer Nachfolger auf, und in Spielen gegen Argentinien und England, wo es gerade in Italien immer auch zu großem Teil um Stolz und das würdige Vertreten des Landes geht, könnte jedem jungen Mann leicht ein Fehler passieren, womit er gleich von Anfang seiner Nationalmannschaftskarriere an mit den italienischen Medien und Experten zu kämpfen hätte. Lässt man die Spiele gegen große Namen noch von Buffon erledigen, der einen dermaßen hohen Stand hat, dass an seinem Denkmal nicht gerüttelt werden kann und setzt die neuen, jungen Tormänner dann gegen Aserbaidschan oder Weissrussland - also gegen deutlich einfachere Gegner - zur nächsten EM-Qualifikation ins Tor, vermeidet man all diese Fallstricke recht gekonnt.
TscheffichheißeTscheff 28.02.2018
3. Wieso
spielen die Italiener eigentlich in Manchester gegen Argentinien? Wieso nicht in Italien?
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