Reaktionen zur Fifa-Wahl Blatter nennt Infantino "würdigen Nachfolger"

Ist Gianni Infantino ein guter neuer Fifa-Präsident? Der umstrittene Vorgänger Blatter meint: ja. Doch es gibt auch Zweifel am neuen Chef und dessen Plänen.

Neuer Fifa-Präsident Infantino: Von Blatter empfohlen
AFP

Neuer Fifa-Präsident Infantino: Von Blatter empfohlen


Scheich Salman, Fifa-Präsidentschaftskandidat: "Die neue Fifa muss integrativer sein und die Unterschiede im Welt-Fußball reflektieren. Ich vertraue Gianni Infantino, dass er die Führungskraft hat, dies zu erreichen und die dringend benötigten Reformen umzusetzen."

Thomas Bach, IOC-Präsident: "In diesen schwierigen Zeiten für den Fußball wünsche ich ihm alles Gute bei der Implementierung der vom außerordentlichen Fifa-Kongress beschlossenen Reformen. Ich freue mich auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit im Sinne des Sports."

Joseph Blatter, ehemaliger Fifa-Präsident: "Er ist ein würdiger Nachfolger. Er hat alle Qualitäten, meine Arbeit fortzusetzen und die Fifa wieder zu stabilisieren. Infantino zeichnen Erfahrung, Kompetenz, strategische und diplomatische Fähigkeiten aus."

Rainer Koch, DFB-Interimspräsident: "Wir sind froh und erleichtert, dass Gianni Infantino gewonnen hat und der europäische Fußball weiter starken Einfluss nehmen kann", sagte Koch: "Zusammen mit dem Reformpaket macht das Mut und gibt Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Aber es gibt viel zu tun."

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Fifa-Kongress: Infantinos Kür zum Fifa-Präsidenten
Europäische Klub-Vereinigung ECA: "Die ECA betont erneut, dass sie gegen eine Aufstockung der WM von 32 auf 40 Mannschaften ist."

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsboss von Bayern München) als Vorsitzender der ECA: "Alle, die Klubs wie die nationalen und internationalen Verbände, tragen Verantwortung für die Spieler. Wir haben einen Punkt erreicht, an dem wir den Spielern keine weiteren Bürden auferlegen können, sondern sie entlasten müssen. Die Fifa muss ihrer Verantwortung für die Gesundheit der Spieler Rechnung tragen."

Thomas de Maizière, Bundesinnenminister: "Ich wünsche Herrn Infantino alles Gute und viel Durchhaltevermögen beim nötigen Aufräumprozess der Fifa. Die Reformen müssen konsequent weiter vorangetrieben werden. Hier gibt es für den neuen Fifa-Präsidenten viel zu tun."

Dagmar Freitag, Bundestags-Sportausschussvorsitzende (bei Sky): "Die Hoffnung ist gering, dass sich Entscheidendes ändern wird. Wünschenswert wäre ein Kandidat gewesen, der nichts mit den alten Seilschaften zu tun hat, aber das wäre weltfremd gewesen. Man darf nicht vergessen, dass Infantino immer noch von Leuten umgeben ist, die auch schon zum System seines Vorgängers Joseph S. Blatter gehörten."

Wladimir Putin, russischer Staatspräsident: "Durch Ihre erfolgreiche Tätigkeit in internationalen Sportorganisationen und Ihren bedeutenden persönlichen Beitrag zur Entwicklung des Fußballs haben Sie zu Recht hohe Autorität gewonnen." Der Schweizer sei ein Mann mit "Erfahrung" und "großem kreativen Potenzial".

Greg Dyke, Chef des englischen Fußballverbands: "Was uns Sorgen gemacht hat, war, dass man nicht sehen konnte, dass sich die Kultur dieser Organisation wandelt. Jetzt, nach heute, gibt es einen Wandel. Es ist ein gutes Paket."

Fifa-Sponsor Adidas: "Wir werden unseren Dialog mit der Fifa und ihrer neuen Führung weiterführen. Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung."

Gary Lineker, englischer Ex-Nationalspieler und TV-Experte: "Ich habe das seltsame Gefühl, dass Gianni Infantino die Maske abnimmt und sich als Sepp Blatter entpuppt."

Wolfgang Niersbach, früherer DFB-Präsident: "Das war ein guter Tag für die Fifa, vielleicht sogar ein historischer, das muss die Zukunft zeigen. Die Arbeit ist noch nicht beendet, sie beginnt mit dem heutigen Tag erst richtig", sagte das Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees: "Ich traue Gianni zu, dass ihm die Wende in Sachen Ansehen und Glaubwürdigkeit der Fifa gelingt."

jan/dpa/sid

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insgesamt 28 Beiträge
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Seite 1
pefete 27.02.2016
1. Also
Herr Blatter. Er ist ja grade im Amt. Nicht sofort beleidigen!
joG 27.02.2016
2. Was hätte er davon....
....egal, was er weiß, etwas negatives über den Mann zu sagen? Zu gewinnen hat Blatter viel, wie alle anderen auch.
Bueckstueck 27.02.2016
3. Nanu?
Wieso beschädigt Blatter Infantino jetzt schon?
jujo 27.02.2016
4. ...
Dann soll die ECA mal ihre Macht zeigen, in dem sie als Arbeitgeber der überlasteten Spieler(?) die Freigabe zu einer WM nur für einen begrenzten Zeitraum ( WM mit 32 Mannschaften) gestattet. Herr Rummenigge und Kollegen, ihr Spiel!
Joe Amberg 27.02.2016
5. Ganz toll finde ich...
...die grossen Töne aus DE. Es wäre vielleicht angezeigt wenn man zuerst mal die Korruption rund um die WM 2006 aufklären würde. Und mit dem IOC-Bach hat man ja bereits eine genug schwere Hypothek am Hals. Gruss aus der Schweiz...
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