Doping-Debatte Fifa-Boss Infantino spottet über DFB-Präsident Grindel

"Er hat jeden Tag eine neue Idee": Gianni Infantino hat mit Ironie auf einen Vorstoß von Reinhard Grindel im Kampf gegen Doping reagiert.

Gianni Infantino
AFP

Gianni Infantino


Fifa-Präsident Gianni Infantino hat in der Doping-Debatte um WM-Gastgeber Russland einen Vorschlag von DFB-Chef Reinhard Grindel mit einem ironischen Kommentar zurückgewiesen. "Er hat jeden Tag eine neue Idee, und das ist großartig", sagte Infantino bei der Abschlusskonferenz des Fußball-Weltverbands zum Confederations Cup in Sankt Petersburg.

Der Hintergrund ist die am Mittwoch von Grindel gemachte Anregung, alle Doping-Tests bei der WM 2018 in Russland in reiner Verantwortung der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada vornehmen zu lassen. Ein Vorschlag, der aus Sicht des Fifa-Chefs überflüssig ist. Bereits jetzt würden alle Tests von Wada-akkreditierten Labors vorgenommen.

Am Mittwoch waren neue Erkenntnisse zum möglichen Dopingskandal im russischen Fußball aufgetaucht, die auf eine systematische Vertuschung von auffälligen Dopingproben hinweisen. Die englische Zeitung "Mail on Sunday" berichtete, dass die Fifa gegen den gesamten WM-Kader Russlands von 2014 ermittle.

"Die Untersuchungen laufen, die Gremien stehen mit der Welt-Anti-Doping-Agentur in Kontakt", sagte Infantino dazu: "Es sind derzeit alles noch Spekulationen. Solange diese Spekulationen nicht Fakt werden, bleiben es Spekulationen." Er selbst sei als Präsident nicht in die Ermittlungen eingebunden. Russland bestreitet, dass es ein staatliches Dopingsystem gegeben habe.

mon/dpa/sid



insgesamt 22 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
lisa_k._marx 01.07.2017
1. Er will doch nur etwas Respekt
und dann muckt der DFB auf. Man könnte ja auch daran denken einen neuen Verband zu gründen.
spon-facebook-1458183583 01.07.2017
2. Infantino ist
Ein Spiegelbild von Blatter. Das gleiche arrogante A......loch, korrupt und Geld-Machtgeil.
kraftmeier2000 01.07.2017
3. Fifa =
Maffia, es war und ist so, Korrupt bis in die Knochen, und beim DFB hat man keinen A… in der Hose, dieses laut auszusprechen, stattdessen duldet man diese Klicke. Ich vergaß, der DFB gehört ja dazu. Diese Verbände mit Ihren Korrupten Mitgliedern gehört einfach aufgelöst, Stimmenkauf etc. ist doch hier an der Tagesordnung. Allerdings ist dies nicht nur bei der Fifa so, die FIA ist da nicht anders, oder wie kommt es das Rennen in Diktaturen vergeben werden, ganz einfach da fließt viel Geld, und nur darum geht es.
bs2509 01.07.2017
4. Im Namen FIFA
steckt auch viel "MAFIA" drin und Inafantino - der Ziehsohn Blatters - ist die personifizierte "MAFIA". Seit er zum FIFA- Chef "gewählt" wurde, wird der Internationale Fußball zum Geschacher seines Chefs. Was Blatter begonnen hat, setzt Infantino gandenlos fort, wobei die "Freunde der Freunde" ordentlich weiter die "Hände" aufhalten. Die US-Justiz wird dem Spuk hoofentlich bald ein Ende setzen.
Justitia 01.07.2017
5.
Grindel hat genau das, was Infantino fehlt, nämlich neue Ideen wie man bestehende alte Missstände beseitigen könnte. Infantinos Ideen beschränken sich darauf, seine Wiederwahl durch Aufblähen der WM zu einem Monsterturnier zu sichern und die mafiösen Strukturen weiter zu vertuschen und Aufklärung - wie man lesen konnte auch der Vorwürfe gegen sich selbst - massivst zu behindern. Danke Herr Infantino, für diese Bestätigung durch Ihre Aussage. Sie sind der denkbar ungeeignetste Nachfolger von Blatter, um endlich eine Änderung bei der FIFA herbeizuführen und das Ansehen der FIFA zu verbessern.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.