Kandidat für Fifa-Präsidentschaft Infantino denkt über WM mit 40 Teams nach

Gibt es künftig mehr WM-Teilnehmer? Mit dem Ruf nach einer Aufstockung um acht auf 40 Teams sorgt Gianni Infantino, Kandidat auf die Fifa-Präsidentschaft, für Aufsehen.

Präsidentschaftskandidat Infantino: Will mehr WM-Spiele sehen
DPA

Präsidentschaftskandidat Infantino: Will mehr WM-Spiele sehen


Geht es nach Gianni Infantino, nehmen künftig 40 Mannschaften an Fußballweltmeisterschaften teil, anstatt bislang 32. Diesen Vorschlag machte der für die Fifa-Präsidentschaft kandidierende Uefa-Generalsekretär in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP.

"Ich glaube an die Ausweitung der WM, wenn man sich die Erfahrungen anschaut, die wir in Europa mit der Euro gemacht haben", sagte Infantino. Die EM in Frankreich findet mit 24 Teams statt, vorherige Turniere hatten nur 16 Teilnehmer. "Schauen Sie sich die Qualifikation an, in der es einige Teams, die sich noch nie qualifiziert hatten, geschafft haben und einige Teams, die sich immer qualifiziert haben, es nicht geschafft haben", sagte der 45 Jahre alte Schweizer.

Infantinos Expansionsplan kommt für die WM 2018 in Russland allerdings zu spät. Auch eine Umsetzung 2022 in Katar dürfte problematisch sein, da das umstrittene Turnier unter großem Zeitdruck im Winter stattfindet.

Fotostrecke

8  Bilder
Ein Scheich, ein Prinz und ein Gesperrter: Das sind die Kandidaten für die Fifa-Präsidentschaft
Gegenüber der italienischen Zeitung "Gazzetta dello Sport" ging Infantino zudem auf seine Kandidatur auf die Nachfolge von Joseph Blatter ein. Er sei, wie bereits vermutet, nur der europäische Ersatzkandidat für den von der Fifa-Ethikkommission für 90 Tage gesperrten Uefa-Präsidenten Michel Platini. "Ich werde nicht gegen ihn antreten, wenn er kandidiert. Dann werde ich mich zurückziehen. Das ist das Prinzip der Loyalität", sagte Infantino.

Allerdings ist es fraglich, ob Platini nach seiner Sperre noch für das Präsidentenamt infrage kommt. Blatter und er wurden von der Ethikkommission wegen einer dubiosen Zahlung der Fifa von zwei Millionen Schweizer Franken an Platini bestraft. Die Ermittler vermuten Schmiergelder, die Beschuldigten sprechen von einem Honorar, das der Franzose für Beratertätigkeiten erhalten haben soll.

Die Wahl zum Fifa-Präsidenten findet am 26. Februar 2016 statt. Neben Infantino und Platini kandidierten auch Jérôme Champagne (Frankreich), Tokyo Sexwale (Südafrika), Prinz Ali Bin Al Hussein (Jordanien), Scheich Salman Bin Ibrahim al Khalifa (Bahrain) und Musa Hassan Bility (Liberia).

ckr/dpa

insgesamt 26 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
dgw410 10.11.2015
1. Oh ja bitte!
Dann können wir uns endlich auf solch spannende Vorvorrundenspiele wie bspw. Andorra gegen Oman oder Barbados gegen Kuba auf höchstmöglicher Bühne freuen. Wieso veranstalten wir überhaupt noch eine Qualifikation? Starten wir doch gleich ein Turnier mit allen Teams.
hamlet 10.11.2015
2. Hui, ganz viele kommen mit!
Ja! WM mit Island, Luxemburg, Kanada, Oman, Bangladesch, Guyana und Litauen! Und die Holländer fliegen wieder raus! Gute Idee! [Ironie OFF] Ehrlich: Für mich macht die geringe Teilnehmerzahl die Spannung erst aus, außerdem reichen 32 völlig. Da können sich Überraschungsmannschaften wie z.B. Costa Rica 2014 gut qaulifizieren und beweisen.
grool 10.11.2015
3. wm
Das Niveau wird dadurch nicht besser... warum nicht gleich mit allen Mitgliedern der Fifa
BillyTalent 10.11.2015
4. Er müsste
... wenn er das tatsächlich ernst meint. Schön, dass manche sich qualifiziert haben, die das noch nie geschafft haben. Aber wo ist dann bitte der sportliche Wert?
dotzi123 10.11.2015
5. Da ist
aber einer auf Stimmenfang , was ? Na klar ! Da wird er Unterstützung der afrikanischen und asiatischen Verbände bekommen . Das reicht zu Wahl ! Unfassbar !
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.