Vor Präsidentschaftswahlen Infantino verspricht Öffnung der Fifa

Gianni Infantino geht auf Stimmenfang: Der Kandidat auf die Nachfolge von Fifa-Präsident Joseph Blatter hat angekündigt, im Falle seiner Wahl den Weltverband zu öffnen.

Präsidentschaftskandidat Infantino: "Transparent und integrativ"
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Präsidentschaftskandidat Infantino: "Transparent und integrativ"


Mehr Frauen, mehr Nicht-Europäer: Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino hat für den Fall seiner Wahl zum Fifa-Präsidenten eine Öffnung des Fußball-Weltverbands in vielerlei Hinsicht angekündigt. "Es geht darum, offen zu sein, transparent und integrativ", sagte der Schweizer der Nachrichtenagentur AFP in London.

Im Wembley-Stadion stellte Infantino seinen Plan für die ersten 90 Tage seiner Amtszeit vor. Der 45-Jährige kündigte an, so schnell wie möglich einen Ersatz für den fristlos entlassenen Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke finden zu wollen. Alle zehn bisherigen Generalsekretäre, darunter Joseph S. Blatter, waren Männer aus Westeuropa.

Das könnte sich bald ändern. Die Fifa müsse als weltweite Organisation "mehr Frauen an verantwortlichen Stellen einbinden und mehr Personen aus der gesamten Welt, die nicht nur in der Schweiz, Deutschland oder Frankreich gute Funktionäre sind", sagte der 45-Jährige.

"Einen Deal wird es nicht geben"

Infantino ist am 26. Februar einer von fünf Kandidaten für das Amt des Fifa-Präsidenten, unter anderem der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat ihm bereits seine Unterstützung zugesichert.

"Das wird es nicht geben, definitiv nicht. Wenn ich gewählt werde, werde ich am 26. Februar Fifa-Präsident sein. Wenn ich nicht gewählt werde, wird es keine Deals geben", sagte Infantino zu Meldungen, er werde im Falle einer Wahlpleite einen Job unter einem Fifa-Präsidenten Scheich Salman ausüben.

Infantino erhielt in London die Unterstützung zahlreicher prominenter Namen aus der Fußball-Welt, darunter José Mourinho, Fabio Capello, Luis Figo und Roberto Carlos.

mon/sid



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insgesamt 2 Beiträge
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naklar261 02.02.2016
1. glaubt KEINER
wer glaubt im Fusball geht es um Sport glaubt auch an die Zahnfee. Geld.
briancornway 03.02.2016
2. Leichtnichtgläubig
Zitat von naklar261wer glaubt im Fusball geht es um Sport glaubt auch an die Zahnfee. Geld.
Also ... ich glaube, dass es den meisten Leuten in Vereinen und Verbänden beim Fußball um Sport geht, und ich glaube nicht an die Zahnputzfee. These widerlegt. Aber was konkret glauben Sie Herrn Infantino denn nicht ? Das mit dem Ersatz für Valcke ? Das mit den Frauen ? Das mit Scheich Salman ? Nur die Überschrift gelesen ... ?
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