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Gladbach: Kiffer auf dem Bökelberg

Dem in Diensten von Borussia Mönchengladbach stehenden niederländschen Profi Quido Lanzaat ist bei einer Dopingprobe der in Marihuana und Haschisch enthaltene Wirkstoff THC nachgewiesen worden. Ein Fall mit Konsequenzen.

Mönchengladbach - Der Doping-Fall des Profis Quido Lanzaat vom Zweitligisten Borussia Mönchengladbach wird weit reichende Folgen für den deutschen Fußball haben. Denn nach dem fünften Fall beim DFB deutet vieles darauf hin, dass es erstmals zu einer nachträglichen Annullierung eines Spielergebnisses kommen könnte. Lanzaat war nach Angaben des DFB vom Donnerstag beim Finalturnier des DFB-Hallen-Pokals in München am 15. Januar positiv getestet worden. In der Urinprobe des 20-jährigen Niederländers wurde im Institut für Biochemie in Kreischa der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) nachgewiesen, der in Haschisch oder Marihuana enthalten ist. In München war Lanzaat am 16. Januar beim Finalsieg der Gladbacher gegen die SpVgg Greuther Fürth zum Einsatz gekommen. Die Fürther kündigten noch am Donnerstagnachmittag ihren Protest gegen die Spielwertung beim DFB an.

Lanzaat, der erst in der Winterpause vom niederländischen Ehrendivisionär Ajax Amsterdam nach Mönchengladbach gewechselt war, beteuert nach Angaben des Vereins, niemals Rauschmittel wie Haschisch oder Marihuana genommen zu haben. Die Gladbacher, die den "Vorfall zutiefst bedauern", beantragten beim DFB die Analyse der B-Probe. Bis auf weiteres ist Lanzaat aus dem Zweitligakader gestrichen. "Das weitere Vorgehen des Vereins hängt vom Ergebnis der B-Probe und der zu erwartenden Stellungnahme des DFB-Kontrollausschusses ab", kündigte Borussia Mönchengladbach in einer Presseerklärung an.

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