Verletzter Florenz-Star Gomez immer noch verärgert über Scholl

Mario Gomez kann die Kritik von ARD-Experte Mehmet Scholl nicht verzeihen. Auch ein Jahr nach Scholls Spruch, "ich hatte Angst, dass er sich wundliegt", fühlt sich der Nationalspieler davon verletzt.

Mario Gomez: "Natürlich kostet das Kraft"
AP/dpa

Mario Gomez: "Natürlich kostet das Kraft"


Hamburg - Der derzeit am Knie verletzte Fußball-Nationalspieler Mario Gomez ärgert sich auch nach über einem Jahr noch über die Kritik des ARD-Experten Mehmet Scholl an seiner Person. "Es kommt deshalb an mich heran, weil viele Leute diese Meinung aufnehmen und teilen. Er hat diesen Satz gesagt und dann wurde nicht er, sondern ich überall darauf angesprochen. Natürlich kostet das Kraft. Und das während einer Europameisterschaft. Ich kann nur sagen, dass ich solche Dinge nie über andere verbreiten würde", sagte Gomez dem Magazin "11Freunde".

Scholl hatte Gomez' Leistung im ersten Turnierspiel gegen Portugal während der EM 2012 mit den Worten kritisiert: "Ich hatte Angst, dass er sich wundgelegen hat, dass man ihn wenden muss." Die Partie hatte damals 1:0 geendet - das entscheidende Tor erzielte Gomez.

Am Sonntag hatte sich Gomez im italienischen Meisterschaftsspiel seines Clubs AC Florenz gegen Cagliari Calcio am rechten Knie verletzt. Mit einem Innenbandteilriss und einer Zerrung im Knie muss er voraussichtlich sechs bis sieben Wochen pausieren. Er steht für die WM-Qualifikationsspiele gegen Irland (11. Oktober) und in Schweden (15. Oktober) nicht zur Verfügung.

Scholls Vertrag mit der ARD wurde derweil bis 2016 vorzeitig verlängert. Die Vereinbarung auf zwei weitere Jahre Zusammenarbeit wurde von den Intendanten auf ihrer Sitzung in Bremen am Mittwoch abgesegnet.

aha/sid

insgesamt 70 Beiträge
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abu_kicher 18.09.2013
1. Wo Scholli Recht hat, hat er Recht...
Die Umschreibung "klassischer Mittelstürmer" schmeichelt Gomez. Letztendlich ist er vor allem ein unbeweglicher Abstauber.
foonz 18.09.2013
2. Oh mein Gott!
Was für eine Mimose
tdmdft 18.09.2013
3. Verständnis für beide
Ich kann Gomez persönlich verstehen: so eine Bemerkung trifft einem sehr und geht sicherlich unter die Haut. Aber, wir dürfen nicht vergessen, dass für Gomez andere Kriterien gelten, als für Heinz Schultze. Gomez hat sich mit seiner Berufswahl in die öffentlichkeit gestellt. Er verdient mehr als das 100fache eines deutschen Durchschnittsarbeitnehmers. Nur ein Teil des Gehaltes ist durch Leistung gerechtfertigt. Ein andere Teil ist das schon bezahlte Schmerzensgeld für die öffentliche Kritik, die eine Spitzenspieler aushalten muss. Sonst hat er seinen Beruf verfehlt. Scholl tut als fachkundiger Kommentator gut daran, Spieler, die nicht ihr Leisungspotential abrufen, oder einen schlechten Tag haben, öffentlich zu kritisieren. Dafür bezahlen wir ihm über unsere Bezahlfernsehe ARD/ZDF Abgaben. Weiter so Mehmet!
Nicecharly 18.09.2013
4. Arm dran
In Zeiten moderner Medien leiden Profis mehr unter Aussagen, die dann unausrottbar, nie mehr vom Hals zu kriegen sind - das Schmerzensgeld, sprich das Gehalt, ist aber auch kräftig gestiegen :-) Ganz schlaue richten sich ein und leben gut mit markanten Aussagen - siehe Struuuuunz.
tabuleranto1 18.09.2013
5. Gomez...
... gehört zu den am meisten unterschätzten Spielern. Seine Leistungen können sich durchweg sehen lassen. Die Torquoten sprechen für sich. Allerdings ist er der klassische Stürmertyp, der nicht gelernt hat das er sich Bälle auch erarbeiten muss und der Stürmer in modernen Systemen der 1. Verteidiger ist. Schade eigentlich. Ich mochte ihn immer weil er auch mal kontra gibt und Rückrat hat. In diesem Sinne, viel Glück in Florenz!
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