Wechsel nach Florenz: Gomez tritt gegen die Bayern nach

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Stürmerstar Gomez: "Rückendeckung gab es nicht"

Mario Gomez hat sich verärgert darüber gezeigt, dass der FC Bayern sich so deutlich für Robert Lewandowski starkgemacht hat. Er dagegen habe keine Rückendeckung des Vereins verspürt, sagt der Nationalspieler. Trotzdem sei es kein Abschied im Zorn aus München gewesen.

Hamburg - Mit Blick auf das monatelange Theater um einen möglichen Wechsel von Robert Lewandowski zum FC Bayern hat Mario Gomez fehlende Unterstützung der Münchner Vereinsführung beklagt.

"Mir wurde damals öffentlich mitgeteilt, dass wir Spieler mal entspannt mit den Gerüchten um Lewandowski umgehen sollten. Die Rückendeckung gab es für die Stürmer, die da waren, von Vereinsseite nicht", sagte Gomez, der für rund 20 Millionen Euro zum italienischen Serie-A-Club AC Florenz gewechselt ist, dem Magazin "Sport Bild". Gomez räumte ein, dass ihn die Spekulationen geärgert hätten.

So sei der Abschied ein "schleichender Prozess" gewesen. "Der Wunsch der Vereinsführung nach Robert Lewandowski wurde immer intensiver, das habe auch nicht nur ich gespürt. Im Laufe der Rückrunde hat es sich so herauskristallisiert, dass es alle wollen, dass es im Sommer zu Ende geht", ergänzte Gomez.

Er habe gleich das Gespräch mit dem neuen Bayern-Trainer Josep Guardiola gesucht und ihm mitgeteilt, dass er den Club verlassen möchte. Der Spanier habe sich "großartig" verhalten. "Er hat mir in dem Gespräch mitgeteilt, welche Vorstellungen er vom Fußball hat. Er meinte auch, dass er nie meinen Abschied gefordert hat."

Trotz allem sei die Zeit beim Triple-Gewinner "traumhaft" gewesen. "Ich habe beim Abschied zu Karl-Heinz Rummenigge gesagt, dass ich dem Verein ewig dankbar gegenüber sein werde. Der Club hat mir den größten Traum, die Champions League zu gewinnen, erfüllt", ergänzte Gomez, der einräumte, dass der Wechsel vom FC Bayern weg sportlich ein Rückschritt sei. Es habe auch Angebote von europäischen Top-Vereinen gegeben.

Der 28-Jährige habe sich aber bewusst für Florenz entschieden. Das sei ein aufstrebender Club mit interessanten Zielen, das Gesamtpaket habe gestimmt. Am Wochenbeginn war Gomez beim offiziellen Trainingsauftakt von 20.000 Fans des AC Florenz begeistert empfangen worden.

aha/dpa

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insgesamt 83 Beiträge
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1. Die Überschriften werden immer
robrien 17.07.2013
Zitat von sysopDPAMario Gomez hat sich verärgert darüber gezeigt, dass der FC Bayern sich so deutlich für Robert Lewandowski stark gemacht hat. Er dagegen habe keine Rückendeckung des Vereins verspürt, sagt der Nationalspieler. Trotzdem sei es kein Abschied im Zorn aus München gewesen. http://www.spiegel.de/sport/fussball/gomez-tritt-gegen-den-fc-bayern-nach-a-911563.html
boulevardesker! Wo ist hier bitte ein Nachtreten erkennbar? Er hat sich über die Entwicklung geärgert und man ist in beiderseitigen Einvernehmen auseinander gegangen..
2. Nachgetreten?
spiegel-kommentar 17.07.2013
Wo tritt Gomez nach? Er war bei Stuttgart ein regelmäßig spielender Spitzenstürmer, der auch für eine hohe Ablöse gewechselt hat. Bayern hat einen so großen Kader, dass selbst sehr gute Spieler nur noch auf der Bank sitzen. Wenn keine klare Perspektive aufgezeigt wird, ist es doch verständlich, dass ein Spieler sich Gedanken um seine Zukunft macht und wechselt. Mit "Nachtreten" hat das wenig zu tun.
3. Respekt
FrankDr 17.07.2013
Respekt vor einem Fußballer der endlich tut, was wir von anderen fordern... Er verzichtet auf mehrere Millionen (auch wenn er sicherlich nicht am Hungertuch nagt) um einfach nur zu kicken! Mal was anderes im heutigen Business. Alles Gute!
4. Isn Guta
tabuleranto1 17.07.2013
Traurige Geschichte mit Gomez. Der hätte tatsächlich einen würdigen Abschied aus München verdient gehabt, war er doch überwiegend als Bankdrücker Exempel für den geschlossenen Mannschaftgeist der Münchner in der letzten Rekordsaison. Mal abgesehen von seiner Effektivität in den letzten Jahren ist Gomez ein Spieler mit Rückrat. Der wird auch weiterhin seine Tore machen und seinen Weg gehen.
5. Schade,
volker_morales 17.07.2013
dass kein Bundesligist ihn verpflichten konnte. Gerade ambitionierte Vereine wie der HSV oder Bremen hätten Verstärkung doch dringend gebrauchen können. Könnte mir aber auch vorstellen, dass Gomez gezielt ins Ausland gegangen ist, um einfach noch einmal seinen persönlichen Horizont zu erweitern und vielleicht auch um etwas "dolce vita" zu genießen. Wird ja in D auch gerne mal etwas frei als Schlendrian übersetzt.
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