Hamburg - Sie feierten, als seien sie schon aufgestiegen. Greuther Fürth hat sich zum Auftakt des 31. Spieltages der zweiten Fußball-Bundesliga gegen den FC St. Pauli durchgesetzt. Beim 2:1 (1:0)-Sieg erzielten Heinrich Schmidtgal (6. Minute) und Gerald Asamoah (65.) die Treffer für die Gastgeber, Mahir Saglik gelang in der 90. Minute nur noch der Anschluss. Bei einer Niederlage des Tabellendritten Fortuna Düsseldorf am Montag bei Dynamo Dresden (20.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wäre Fürths Aufstieg schon vor den letzten drei Spieltagen perfekt. "Wir brauchen mindestens noch einen Punkt - es sei denn, Fortuna lässt was liegen", sagte Greuther-Trainer Mike Büskens.
Einen Rückschlag musste Rostock hinnehmen. Hansa unterlag dem FSV Frankfurt im Heimspiel 0:5 (0:1). In der Tabelle hat Rostock (26 Punkte) als 17. weiter fünf Punkte Rückstand auf den Karlsruher SC auf Rang 15. Im dritten Freitags-Spiel setzte sich Union Berlin 1:0 (1:0) gegen Eintracht Braunschweig durch.
Vor 15.500 Zuschauern in der ausverkauften Fürther Arena verwertete Heinrich Schmidtgal bereits in der sechsten Minute eine Flanke von der linken Seite aus rund neun Metern. Die Hamburger, immerhin Tabellenvierter, stemmten sich erst nach der Pause gegen die drohende Niederlage. Doch ausgerechnet der frühere St. Pauli-Profi Asamoah machte alles klar (65.) Mahir Sagliks Anschlusstor kam zu spät (90.). Fürth jubelte ausgelassen: "Es ist wunderbar, dass wir heute wieder einen Dreier holen konnten. Es fehlt nur noch ein kleines Stück", sagte Büskens. St. Pauli hat damit weiterhin sechs Punkte Rückstand auf Eintracht Frankfurt und muss die Hoffnungen auf den direkten Aufstieg wohl begraben.
Dreimal in Folge hatte Rostock zuletzt gewonnen, doch von einem gestiegenem Selbstvertrauen war nichts zu sehen. Ausgerechnet im Kellerduell gegen den FSV Frankfurt fand die Aufholjagd von Hansa erst einmal ein Ende. Der frühere Rostocker Zafer Yelen brachte den FSV (5.) in Front. Nach der Pause machten Ilijan Micanski (57./64.) und Ju-Tae Yun (69./75.) alles klar. "Das müssen wir so schnellstmöglich vergessen", sagte Hansa-Profi Dominic Peitz. Während Rostock weiter um den Klassenverbleib bangen muss, verschaffte sich Frankfurt etwas Luft. Mit nun 33 Punkten kletterte das Team vorerst auf Rang zehn.
Weder mit dem Auf- noch mit dem Abstieg haben Union und Braunschweig etwas zu tun. Im direkten Duell zwischen dem Siebten und Achten, siegten die Berliner dank eines Treffers von Simon Terodde (30.).
max/dpa
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