Hamburg - Die Bayern haben ihren Wunschtrainer bekommen - und die Bundesliga ist um eine große Sensation reicher: Selbst die Konkurrenz gratuliert Bayern München zur Verpflichtung von Pep Guardiola.
"Ich finde das großartig. Großes Kompliment an die Bayern, dass ihnen dieser Coup gelungen ist. Das muss man neidlos anerkennen", sagte Hans-Joachim Watzke, Vereinsboss von Meister Borussia Dortmund.
Der Spanier tue der gesamten Liga extrem gut, "weil die ganze Welt beobachtet, dass es gelingt, so einen Trainer nach Deutschland zu holen. Der Erfolgsdruck auf die Bayern wird dadurch sicher nicht geringer werden", sagte Watzke der Tageszeitung "Die Welt".
Franz Beckenbauer ist Ehrenpräsident von Bayern München und beglückwünschte sich quasi selbst, als er sagte: "Da muss ich dem FC Bayern gratulieren, dass sie den Pep Guardiola bekommen haben. Ich kann mir vorstellen, dass er überschüttet wurde von Angeboten", so Beckenbauer bei Sky Sports News HD. "Er ist in den letzten Jahren einer der besten und erfolgreichsten Trainer geworden. Ihn zu bekommen, da muss ich sagen: Herzlichen Glückwunsch", so Beckenbauer weiter.
Auch Ottmar Hitzfeld, ehemaliger Bayern-Coach, sprach seine Zustimmung zu der Verpflichtung aus: "Guardiola ist einer der besten Trainer der Welt, hat erfolgreich gearbeitet und passt zur Mentalität der Bayern. Er ist ein Trainer, der auch Zurückhaltung zeigt. Er ist jung und hat jetzt ein halbes Jahr Zeit, die deutsche Sprache zu lernen. Das passt optimal."
"Mich überrascht nichts mehr bei den Bayern", so Ex-Bundestrainer Berti Vogts. "Das ist natürlich eine tolle Sache für die Bundesliga. Ich glaube, dass Pep Guardiola dem deutschen Fußball mit seiner Art, Fußball spielen zu lassen, viele Impulse geben wird. Er wird mit seinem modernen Fußball die Bayern-Spielweise noch weiter perfektionieren. Meinem alten Gladbacher Freund Jupp Heynckes wünsche ich, dass er alle drei Titel, Meisterschaft, Pokal und Champions League, in dieser Saison gewinnt. Er hat tolle Arbeit in München geleistet."
DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig sagte zur "Bild"-Zeitung: "Man kann dem FC Bayern zu der Verpflichtung von Pep Guardiola nur gratulieren. Das zeigt einmal mehr den großen internationalen Stellenwert der Fußball-Bundesliga. Und mit Guardiola wird das internationale Interesse an der Bundesliga sicher weiter steigen."
"Bayern München hat schon mit dem Transfer von Martinez ein deutliches Zeichen gesetzt, finanziell und sportlich", sagte Martin Kind, Präsident von Hannover 96, bei Sky Sports News HD. "Dieses Zeichen haben sie nun noch einmal getoppt. Bayern will in Deutschland sowieso die Nummer eins sein, sie wollen sich auch international erfolgreich weiterentwickeln. Und deshalb ordne ich diese Entscheidung in eine strategische Überlegung ein."
Die Bayern hatten am Mittwoch die Verpflichtung von Guardiola, der mit dem FC Barcelona zweimal die Champions League gewonnen hatte, als Nachfolger für Jupp Heynckes ab der kommenden Saison bekanntgegeben.
luk/lei/sid
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Fußball | RSS |
| alles zum Thema Fußball-Bundesliga | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH