Hamburg - Pep Guardiola wird zur neuen Saison Trainer des FC Bayern, so viel steht fest. Nur wann der Spanier in München vorgestellt wird, ist offen. Wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Donnerstag verkündete, werde der neue Coach womöglich erst im Sommer offiziell an der Säbener Straße vorgestellt. Zumindest wird es am Freitag, wie von der "Süddeutschen Zeitung" berichtet, wohl keine Präsentation von Guardiola geben.
Der 41-Jährige bleibe vorerst in New York, auch um die Arbeit des Noch-Coaches Jupp Heynckes nicht zu stören, wie Rummenigge nach einem Telefonat mit Guardiola bekanntgab. Der neue Trainer wohnt derzeit mit seiner Frau und den gemeinsamen drei Kindern in den USA, wo er sich ein fußballfreies Jahr gönnt, das erst im Sommer endet. Guardiola hat beim deutschen Rekordmeister einen Vertrag ab dem 1. Juli 2013 unterschrieben, der bis zum 30. Juni 2016 läuft.
Gefragt nach den Gründen, warum sich Guardiola für den FC Bayern entschieden hat, sagte Rummenigge augenzwinkernd: "Wir haben ein gutes Image. Wenn es nur ums Geld gegangen wäre, hätten wir überhaupt keine Chance gehabt." Neben den Münchnern sollen unter anderem auch Manchester United, Manchester City, der FC Chelsea und Paris St. Germain an einer Verpflichtung Guardiolas Interesse gehabt haben.
"Er hat sich für Bayern entschieden, weil der Club unter allen Interessierten das beste Projekt war", so Guardiolas Berater José Maria Orobitg. "Das ist eine Königslösung. Hut ab, was unsere Chefs geleistet haben", sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm mit Blick auf seinen neuen Coach. Die "Vorfreude" sei "sehr groß".
Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Nationalmannschaft, sagte: "Die Verpflichtung von Pep Guardiola ist ein Riesen-Coup für den FC Bayern, aber auch die gesamte Bundesliga. Sie unterstreicht den hohen Stellenwert, den der deutsche Fußball genießt." Bruno Labbadia, Trainer des VfB Stuttgart, hält die Verpflichtung von Guardiola sogar für "eine logische Konsequenz. Momentan ist kein anderer Verein strategisch so gut aufgestellt wie Bayern oder Barcelona".
"Meine persönliche Meinung: Ich finde es großartig. Er ist eine unglaubliche Inspiration für den Fußball", sagte Thomas Tuchel, Trainer von Mainz 05: "Es ist eine Auszeichnung für die Bundesliga. Vor allem im direkten Vergleich mit England und Italien. Ein weiters Signal, ein dickes Ausrufezeichen. Eine riesige Auszeichnung für das Standing von Bayern München und die Wahrnehmung des Clubs in Europa."
ham/sid/dpa
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