Hamburg - Im Halbfinale des DFB-Pokals kommt es zum vorweggenommenen Endspiel: Titelverteidiger Bayern München trifft auf Vizemeister FC Schalke 04. Das zweite Halbfinale bestreiten die Zweitligisten MSV Duisburg und Energie Cottbus. Das ergab die Auslosung am Sonntag in der "Sportschau". Die Halbfinalspiele sind für den 1. und 2. März terminiert, das Endspiel findet am 21. Mai im Berliner Olympiastadion statt. Fußball- Nationalspielerin Inka Grings und Schauspieler Daniel Brühl zogen die Pokal-Lose.
"Das Los hat uns gewiss die sportlich größtmögliche Herausforderung beschert. Aber wir haben aus dem Vorjahr noch eine Rechnung in Sachen Halbfinale mit den Bayern offen", sagte Schalkes Trainer Felix Magath: "Unser Ziel lautet trotz dieser schweren Aufgabe weiterhin Berlin." In der vergangenen Saison setzten sich die Münchner durch ein Tor von Arjen Robben in der Verlängerung 1:0 in Gelsenkirchen durch. Im Endspiel besiegte der Rekordgewinner Bremen 4:0.
Die Pokalbilanz gegen Schalke spricht für den FC Bayern. In sieben von acht Duellen setzten sich die Münchener durch. Lediglich in der Saison 2001/02 kam Schalke nach einem 2:0 nach Verlängerung weiter. Unvergessen ist das legendäre 6:6 nach Verlängerung am 2. Mai 1984, als der damals 18-jährige Olaf Thon drei Tore erzielte.
Erstmals seit 2004 steht definitiv auch wieder ein Club aus der zweiten Liga im Pokalfinale. Damals verlor Alemannia Aachen 2:3 gegen Werder Bremen. "Erst einmal freue ich mich für unsere Fans, dass wir ein Heimspiel haben. Gegen Energie Cottbus haben wir sicher eine 50:50-Chance, das Endspiel in Berlin zu erreichen", sagte Duisburgs Trainer Milan Sasic.
Weniger glücklich mit der Auslosung war der Cottbuser Trainer Claus-Dieter Wollitz. "Duisburg hatte das Glück, das wir nicht hatten. Wir haben drei Bundesligisten ausgeschaltet, da haben wir schon gehofft, dass unsere Leistung mit einem Heimspiel gekrönt wird", sagte Wollitz: "Aber es handelt sich um ein Losverfahren. Trotzdem haben wir eine Chance. Natürlich darf man nicht vergessen, dass Duisburg einen Vorteil hat, weil sie das Heimspiel haben."
ged/dpa/sid
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