Remis gegen Leverkusen: Hamburg verpasst Befreiungsschlag

Der Hamburger SV muss weiter um den Klassenerhalt bangen: Zum Abschluss des 29. Spieltags kam das Team von Trainer Thorsten Fink trotz Führung nicht über ein Remis gegen Leverkusen hinaus. Bayer hat dagegen die Negativserie von zuletzt fünf Pflichtspielniederlagen in Folge gestoppt.

HSV vs. Bayer: Trostloses Remis in Hamburg Fotos
DPA

Hamburg - Der Hamburger SV wartet weiter auf den ersten Heimsieg 2012: Zum Abschluss des 29. Bundesliga-Spieltags kam das Team von Trainer Thorsten Fink nicht über ein 1:1 (1:0)-Unentschieden gegen Bayer Leverkusen hinaus. Mladen Petric hatte die Gastgeber per Handelfmeter kurz vor der Pause in Führung gebracht (40. Minute). Nach dem Seitenwechsel sorgte André Schürrle für den Leverkusener Ausgleich (56.)

Durch das Unentschieden hat der HSV einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst. Mit nun 31 Punkten liegen die Hamburger in der Tabelle auf Rang 14. Der Vorsprung auf Augsburg und Relegationsplatz 16 beträgt zwei Punkte. "Wir haben ein gutes Spiel gezeigt. Wir hätten die drei Punkte verdient gehabt, aber die haben wir nicht. Jetzt müssen wir uns Stück für Stück da unten rausarbeiten", sagte HSV-Kapitän Heiko Westermann nach der Partie.

Bayer hat dagegen beim Trainer-Debüt von Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski die Negativserie von fünf Pflichtspielniederlagen in Serie gestoppt. Die beiden hatten die Nachfolge von Robin Dutt angetreten, von dem sich Bayer am vergangenen Sonntag getrennt hatte. Durch die Punkteteilung rückt Leverkusen in der Tabelle auf den sechsten Rang vor. Lewandowski wertete den Auftritt als positives Signal: "Von der Einstellung her war es absolut top und ein Riesenschritt nach vorn."

HSV-Coach Fink musste die Mannschaft nach dem Sieg in Kaiserslautern auf zwei Positionen umbauen. Für Dennis Diekmeier (Bänderiss im Sprungelenk) rückte Bruma auf die Position des rechten Außenverteidigers. Und für den gesperrten Gojko Kacar spielte Robert Tesche. Im Vergleich zur Niederlage in Freiburg veränderten Hyypiä und Lewandowski ihr Team nur auf einer Position. Der Wechsel hatte es allerdings in sich: Michael Ballack rutschte für Eren Derdiyok in die Startelf.

Petric trifft per Handelfmeter

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste aus Leverkusen. In der sechsten Minute musste HSV-Keeper Jaroslav Drobny erstmals eingreifen. Nach einem Zuspiel von Michal Kadlec klärte der 34-Jährige mit einer Faust vor Stefan Kießling. Nur vier Minuten später war der Keeper bei einem Kadlec-Freistoß aus aussichtsreicher Position auf dem Posten. Beiden Teams war die Verunsicherung aus den vergangenen Wochen deutlich anzumerken. Besonders Leverkusen fehlten die entscheidenden Impulse aus dem Mittelfeld. Die Hereinnahme von Ballack zeigte keine Wirkung.

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Grafische Analyse: Rückkehrer Ballack unauffällig, Petric nervenstark
Mitte der ersten Hälfte übernahmen die Hamburger die Spielkontrolle, ohne allerdings klare Torchancen herauszuspielen. Die erste ernstzunehmende Möglichkeit vergab HSV-Stürmer Marcus Berg (25.). Sein Drehschuss aus spitzem Winkel verfehlte das Tor nur knapp. In dieser Phase war von Bayer nichts zu sehen. Fünf Minuten vor der Halbzeit wurde die Passivität der Gäste bestraft. Nach einer Flanke von Dennis Aogo sprang der Ball an den Oberarm von Leverkusens Gonzalo Castro. Den fälligen Handelfmeter verwandelte Petric ins rechte untere Eck.

Nach dem Gegentreffer investierten die Leverkusener mehr in die Offensive. Kurz vor der Pause vergab Kadlec freistehend vor Drobny die große Chance zum Ausgleich (44.). Sekunden nach dem Seitenwechsel, war es erneut Drobny der den möglichen Ausgleich verhinderte. Einen Schuss von Kießling konnte der Schlussmann gerade noch so um den Pfosten lenken.

Zehn Minuten später war dann aber auch Drobny machtlos. Nach einem Eckball von Castro klärte erst Tesche einen Kopfball von Kießling auf der Linie, den Abpraller verwertete Schürrle aber aus kurzer Distanz zum Ausgleich. In der Folge entwickelte sich eine offene Partie, in der beide Teams auf Sieg spielten. Klare Torchancen konnten sich beide Mannschaften aber nicht mehr erspielen.

Hamburger SV - Bayer Leverkusen 1:1 (1:0)
1:0 Petric (40., Handelfmeter)
1:1 Schürrle (55.)
Hamburg: Drobny - Bruma, Mancienne, Westermann, Aogo - Jarolim (77. Rincon), Tesche - Ilicevic (71. Töre), Jansen - Berg, Petric (88. Son)
Leverkusen: Leno - Castro, Manuel Friedrich, Toprak, Kadlec - Reinartz, Rolfes - Ballack (65. Barnetta) - Schürrle, Renato Augusto (78. Derdiyok) - Kießling (84. Bellarabi)
Schiedsrichter: Stark
Zuschauer: 54.141
Gelbe Karten: Aogo (5), Jarolim (7) - Manuel Friedrich (2), Rolfes

mib

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Ärmel hochkrempeln
hhismanic 08.04.2012
Zitat von sysopDer Hamburger SV muss weiter um den Klassenerhalt bangen: Zum Abschluss den 29. Spieltags kam das Team von Trainer Thorsten Fink trotz Führung nicht über ein Remis gegen Leverkusen hinaus. Bayer hat dagegen die Negativserie von zuletzt fünf Pflichtspielniederlagen in Folge gestoppt. Remis gegen Leverkusen: Hamburg verpasst Befreiungsschlag - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,826353,00.html)
Unabsteigbar und niemals Zweite Liga. Etwa so? Der HSV braucht dringend Punkte, wenn er seinem Anspruch auf Verbleib in der Bundesliga gerecht werden will. Punkte und keine Punkteteilung, wohlgemerkt. Ok, die Truppe war bemüht, aber das ist in dieser Situation eindeutig zu wenig. Zu viele Fehler, zu wenig Chancen, und von denen auch noch zu viele ausgelassen. Das Verhältnis ist mehr als ungünstig. Wo Dennis Aogo ein gutes Spiel seiner Mannschaft gesehen haben will, bleibt sein Geheimnis. Es wäre an der Zeit, die Augen zu öffnen und die Ärmel hochzukrempeln.
2. Ach?
gl1945 09.04.2012
Habt Ihr das auch schon gemerkt? BALLACK ist "unauffällig"! Nenene...der "verkrümelt" sich "IMMER" im Mittelfeld & lässt ANDERE malochen! "ER" schont sich lieber...weg damit!
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