Fußballbundesliga HSV trennt sich von Trainer Zinnbauer

Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat seinen Trainer Josef Zinnbauer am Sonntagabend freigestellt. Profifußball-Direktor Peter Knäbel wird den Tabellen-16. nach Klubangaben bis zum Ende der Saison übernehmen.

Trainer Zinnbauer: Aus beim HSV
DPA

Trainer Zinnbauer: Aus beim HSV


Hamburg - Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat auf seine sportliche Talfahrt reagiert und Trainer Josef Zinnbauer, 44, entlassen. Peter Knäbel, Direktor Profifußball, soll den HSV nun vor dem ersten Bundesliga-Abstieg retten. Dies teilten die Norddeutschen mit. Der HSV hatte am Freitag das Kellerduell gegen Hertha BSC 0:1 verloren und schwebt nach dem sechsten Spiel in Folge ohne Sieg (zwei Punkte) erneut in akuter Abstiegsgefahr.

"Joe Zinnbauer hat sich seiner Arbeit vom ersten Tag an mit großer Leidenschaft und maximalem Engagement verschrieben. Er hat alles gegeben für den HSV. Dafür haben wir uns bei ihm bedankt. Nach den jüngsten Ergebnissen und in Anbetracht der sportlichen Gesamtsituation sahen wir uns jetzt aber gezwungen, eine Veränderung vorzunehmen", sagte Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer. Der Verein sei überzeugt, dass der Schritt "in dieser Situation die beste Option für uns ist".

Fotostrecke

19  Bilder
HSV-Trainer seit 1997: Von Pagelsdorf bis Knäbel
Zinnbauer hatte bei den Hanseaten erst im September vergangenen Jahres den entlassenen Mirko Slomka beerbt und in dieser Zeit in 23 Spielen 24 Punkte geholt. Die eklatante Offensivschwäche des HSV bekam aber auch der frühere U-23-Trainer des Klubs nicht in den Griff. Mit 16 Toren aus 26 Partien stellt Hamburg den schlechtesten Angriff der Liga. Gegen die Hertha blieb das Team zudem zum 15-mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer - negativer Vereinsrekord.

Nun übernimmt Knäbel, der ebenfalls eine Fußballlehrer-Lizenz besitzt. Zinnbauer, dem die Entscheidung in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt wurde und der genau wie sein Assistent Patrick Rahmen freigestellt wurde, nahm es sportlich: "Ich wünsche der Mannschaft, Peter Knäbel und dem Verein alles Gute für den Saisonendspurt", wurde der Ex-Bundesliga-Trainer auf der Internetseite des Vereins zitiert.

Damit hat der HSV in den vergangenen 18 Jahren seit 1997 bereits den 18. Trainer verschlissen.

otr/mon/dpa/sid



insgesamt 68 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
liverbird 22.03.2015
1.
Clever, den Sportdirektor zur verpflichten, der kann sich dann selbst feuern. Dieser Verein ist einfach nur lächerlich und hat in der BL nichts mehr verloren.
brotherandrew 22.03.2015
2. An Zinnbauers ...
... Stelle würde ich dem HSV vollständig den Rücken kehren. Undankbarkeit ist noch ein mildes Urteil über diese Vereinsführung.
ingnazwobel 22.03.2015
3.
Lieber HSV, der Relegationsplatz ist leider in diesem Jahr für Stuttgart reserviert. Ich wünsche eine spanndende Saison in der 2. Liga und eine tolle Aufstiegsfeier im nächsten Jahr. (mit neuer Vereinsführung!)
ambergris 22.03.2015
4.
Man sollte beim HSV so langsam einsehen, dass nicht der Trainer das Problem ist...
arrache-coeur 22.03.2015
5.
Da kann jetzt aber keiner mehr behaupten, es läge am Trainer. Letztlich ist der Hamburger SV ein Haufen überbezahlter "Individualisten", der offensichtlich keinerlei Ehrgeiz hat.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.