Hamburger SV Mitglieder stimmen für Ausgliederung der Profi-Abteilung

Die Weichen für eine erfolgreichere Zukunft sind gestellt: Die Mitglieder des Hamburger SV haben auf der Versammlung mit einer deutlichen Mehrheit für eine Strukturreform des Klubs gestimmt. Die Profi-Abteilung wird ausgegliedert und für Investoren geöffnet.

HSV-Mitglieder: Deutliche Mehrheit für die Ausgliederung
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HSV-Mitglieder: Deutliche Mehrheit für die Ausgliederung


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Nach einer sportlich indiskutablen Saison steht der Fußball-Bundesligist Hamburger SV vor einem kompletten Umbruch. Auf der Mitgliederversammlung in der Arena im Volkspark stimmte eine deutliche Mehrheit von 86,9 Prozent der 9702 anwesenden Vereinsmitglieder für die Initiative HSV Plus.

Durch diese Entscheidung steht dem Tabellen-16. der vergangenen Saison, der den ersten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte nur mit viel Glück in der Relegation hatte vermeiden können, vor umfangreichen strukturellen Veränderungen. Diese sieht unter anderem eine Ausgliederung des Profi-Fußballs aus dem 33 Sparten umfassenden Gesamtverein sowie die Bildung einer Aktiengesellschaft vor.

Danach sollen bis zu 24,9 Prozent der Anteile an strategische Partner verkauft werden. Den HSV plagen Verbindlichkeiten in Höhe von rund 100 Millionen Euro. Milliardär und Edelfan Klaus-Michael Kühne hatte im Vorfeld unter der Bedingung der Ausgliederung bereits seine Unterstützung in Höhe von rund 25 Millionen Euro angedeutet.

Zudem steht der bisherige Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow vor dem Aus. Stattdessen soll der ehemalige Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer an der Spitze der neuen Fußball-AG stehen. Es muss Tabula rasa gemacht werden, ein Neuanfang passieren", sagte Karl Gernandt, Kühne-Intimus und designierter Aufsichtsratsvorsitzender der Hamburger.

In drei Jahren im Europapokal

Gernandt bestätigte, Beiersdorfer so schnell wie möglich an die Elbe holen zu wollen. "Wir haben vereinbart, dass wir uns ab 17 Uhr zusammentelefonieren, um zu sehen, wie es weitergehen kann", sagte er: "Er hat uns in die Hand versprochen, alles dafür zu tun, um in diesem Verein mitzuarbeiten." Beiersdorfer steht noch bis 2015 bei Zenit St. Petersburg unter Vertrag.

"Wir haben jetzt eine historische Chance. Die müssen wir nutzen, um den HSV wieder nach oben zu führen", sagte HSVPlus-Initiator Otto Rieckhoff. In drei Jahren soll der HSV wieder um die Teilnahme am Europapokal spielen. "Wir überlassen nichts dem Zufall, haben klare Vorstellungen und sind bestens vorbereitet", sagte Thomas von Heesen. Der ehemalige HSV-Profi ist für den Posten des stellvertretenden Aufsichtsratschefs vorgesehen.

Zwischen Beginn der Veranstaltung und der entscheidenden Veranstaltung lagen rund sechs Stunden Diskussionen und 35 Redebeiträge. Dabei ging es nicht immer fair unter den Mitgliedern zu. Gerade die Kritiker von HSVPlus wurden wieder und wieder ausgebuht.

tpr/mig/sid

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insgesamt 43 Beiträge
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Maggi2097 25.05.2014
1. Gerne auch noch mal hier
Der Liveblog hatte aber mal so gar nichts mit neutraler Berichtserstattung zu tun, sondern war eine Frechheit alller erste Güte gegenüber allen HSV-Mitgliedern.
mendikant 25.05.2014
2. Gut So.
Meine Fresse, jetzt reicht es aber erstmal für mich mit HSV. 86 % ist ja wohl eine klare Ansage. Diese Saison muss ich erstmal in Ruhe verarbeiten.
olebjoernmose 25.05.2014
3. jawolla
und jetzt wird diesen mode-unken, die seit monaten gingen die hsv schießen, endlich das lachen im halse stecken bleiben.
lini71 25.05.2014
4. Hallo RB Hamburg
War Beiersdorfer nicht auch schon in Leipzig? Dann willkommen RB Hamburg, fka HSV, im 100% Plastik Fußballvereinen
fridolinfunke 25.05.2014
5. optional
Schlimm, einfach schlimm, Erschreckend, wie viele Leute sich haben blenden lassen von ein paar Millionen Euro. Aber so sind sie. Für einen kurzfristigen Erfolg würden manche ihre Omma verticken. Ich wünsche dem HSV den Abstieg in die absolute Bedeutungslosigkeit... "Eingetragener Verein seit 1904"
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