Bundesliga Todt wird offenbar neuer Sportdirektor des HSV

Der Hamburger SV steht kurz vor der Verpflichtung eines neuen Sportdirektors: Wie mehrere Medien berichten, hat sich der Klub mit dem Zweitligisten Karlsruher SC über die Ablöse von Jens Todt geeinigt.

Jens Todt
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Jens Todt


Der frühere Bundesligaprofi Jens Todt wird wohl neuer Sportdirektor beim Hamburger SV. Das berichten das "Hamburger Abendblatt", die "Hamburger Morgenpost" sowie die "Bild"-Zeitung übereinstimmend. Demnach haben sich Todts letzter Verein, der Zweitligist Karlsruher SC sowie der HSV auf einen Wechsel geeinigt. Am Montag sollen die Verträge unterschrieben werden.

"Wir haben uns geeinigt und sind mit dieser Lösung sehr zufrieden", sagte der KSC-Vorstandsvorsitzende Ingo Wellenreuther. Der neue HSV-Vorstandschef Heribert Bruchhagen sagte: "Wir haben mit dem KSC eine Regelung zur Freigabe von Jens Todt getroffen. Das ist ein Indiz dafür, dass wir an Jens Todt Interesse haben und ihn verpflichten möchten. Aber es ist noch kein Vertrag mit Jens Todt unterschrieben."

Todt und der KSC hatten ihre Zusammenarbeit bereits Ende November beendet, der 46-Jährige hatte jedoch noch einen laufenden Vertrag bis zum Sommer 2017 bei dem Klub. Der HSV soll den Berichten zufolge eine niedrige sechsstellige Summe zahlen, zudem bekommt der KSC die Einnahmen aus einem Freundschaftsspiel. Bruchhagen nannte die Höhe der Ablösesumme jedoch "vollkommen absurd".

Todt soll beim HSV die Nachfolge von Dietmar Beiersdorfer antreten, der seit der Trennung von Peter Knäbel als Vorstandschef auch Sportdirektor gewesen war. Beiersdorfer war im Dezember zum Ende des Fußball-Jahres beurlaubt worden. Ihm folgte Bruchhagen.

Die Sportdirektorensuche war unter Beiersdorfer erfolglos verlaufen. Mehrere Kandidaten sagten ab oder wurden von ihren Klubs nicht freigestellt. Todt soll nun am Donnerstag mit dem HSV-Tross ins Trainingslager nach Dubai fliegen. Im Wintertransferfenster wollen die Hanseaten noch mehrere Verpflichtungen tätigen.

bka/dpa/sid

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insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
Gauswadl 01.01.2017
1. Bei dem Namen
gehe ich davon aus, dass der HSV nun verendet. Nomen est omen.
globaluser 01.01.2017
2. Der HSV hätte mal beim VfL Bochum
nachfragen sollen, wie sowohl die kurz-, als auch die nachhaltige Leistung und Bewertung aussieht.
georg_weihn 01.01.2017
3.
Ach gugg. Und bem KSC hat er immer behauptet, dass er NICHT zum HSV wechselt. Und das mehrmals.
hilfesteller 01.01.2017
4. Und was sagt der Geldgeber?
Ich fasse kurz zusammen: 1. Als der HSV Kreuzer verpflichtete, Sekte sich alsbald der Daumen des Geldgebers, es handele sich ja nur um einen Drittligamanager. 2. Todt und der KSC stellen (selbstverständlich branchenüblich einvernehmlich) die Zusammenarbeit im November des Jahres 2016 ein. Todts Vertrag läuft noch ein bisschen weiter, bis Sommer 2017. 3. Der HSV zahlt trotzdem einen niedrigen sechstelligen Betrag an den KSC, der eigentlich froh sein sollte, den nicht mehr gewollten Mitarbeiter von der Gehaltsliste zu haben. Dazu gibt es die wahrscheinlich eher geringen Einnahmen aus einem Freundschaftsspiel für den KSC. 4. Todts Nachfolger wird schon vor dieser HSV-Personalie der als Drittligamanager abgestempelte Kreuzer. Trifft das zu? 5. KSC-Präsident Wellenreuther ist nicht unzufrieden. Das ist zu verstehen. Was sagt aber der HSV-Geldgeber zu dieser ersten gelungenen Personalie des neuen Vorstandschefs?
TscheffichheißeTscheff 01.01.2017
5. Da
werden Erinnerungen wach, an Jens "das Kinn" Todt in Freiburg. Guter Mann, das hätte der HSV kaum besser treffen können.
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