Hamburger SV Investor Kühne stellt Bedingungen für Finanzhilfe

Klaus-Michael Kühne will dem angeschlagenen HSV mit einer Bürgschaft über zehn Millionen Euro helfen. Voraussetzung sei, dass der Klub die Reform HSVPlus umsetze, so der Investor. Diese sieht eine Ausgliederung der Profiabteilung aus dem Verein vor.

Investor Kühne: "Signal, dass ich an den Neuanfang glaube"
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Investor Kühne: "Signal, dass ich an den Neuanfang glaube"


Hamburg - Milliardär Klaus-Michael Kühne hat dem Hamburger SV eine Bürgschaft in Höhe von zehn Millionen Euro in Aussicht gestellt. Zudem will der Unternehmer dem Klub im Kampf um die Bundesliga-Lizenz einen Zins- und Tilgungsaufschub in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro gewähren. Das gelte unabhängig vom Erfolg in den Relegationsspielen gegen Greuther Fürth, teilte die Initiative HSVPlus mit.

Seine Zahlungen knüpfte Kühne an eine Umsetzung der Vereinsreform HSVPlus. Zugleich erwartet der 76-Jährige, dass die HSV-Gläubiger - sowohl Banken als auch Sportrechtevermarkter Sportfive - in der kommenden Saison ebenfalls einen Zahlungsaufschub gewährleisten.

Die Strukturreform HSVPlus sieht eine Ausgliederung der Profiabteilung und eine Öffnung für Investoren wie Kühne vor. Ob die Initiative umgesetzt wird, entscheiden die Vereinsmitglieder am 25. Mai auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Drei Tage später folgt die endgültige Lizenzvergabe durch die DFL.

"Dieser Beitrag ist ein klares Signal, dass ich an den Neuanfang mit HSVPlus glaube und meinem HSV gerade in schwierigen Zeiten die Tür für einen Neuanfang öffnen möchte, ohne, dass die Hoffnungsträger einer neuen Mannschaft jetzt verkauft werden müssen", sagte Kühne.

Mit seinem Engagement soll einerseits die Lizenzierung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL), und andererseits der Neuanfang des Klubs nach einer Mitgliederentscheidung für die angestrebte Strukturreform sichergestellt sein.

Der abstiegsgefährdete Traditionsklub hatte die vorläufige Lizenz für die Saison 2014/15 von der Deutschen Fußball Liga (DFL) nur unter Auflagen erhalten. Den HSV belasten Verbindlichkeiten von knapp 100 Millionen Euro.

cte/sid

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insgesamt 31 Beiträge
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Seite 1
stefan_sts 13.05.2014
1. Ist dies der Herr der durch Dumpingverträge mit Scheinselbständigen reich wurde
und dann mit seinem Vermögen in die Schweiz auswanderte mit dem üblichen Firlefanz von Stiftung usw usw , na dann noch viel Spaß mit dem ehrenwerten Herrn !!
sponschrobert 13.05.2014
2. Keine Lizenz fuer HSV?
Ist dann Fürth auf jedenfalls oben oder der Fcn?
jierdan 13.05.2014
3.
Zitat von sysoppicture-alliance/ dpaKlaus-Michael Kühne will dem angeschlagenen HSV mit einer Bürgschaft über zehn Millionen Euro helfen. Voraussetzung sei, dass der Klub die Reform HSVPlus umsetze, so der Investor. Diese sieht eine Ausgliederung der Profiabteilung aus dem Verein vor. http://www.spiegel.de/sport/fussball/hamburger-sv-kuehne-stellt-bedingungen-fuer-finanzhilfe-a-969172.html
Hmpf... Dann lieber Hopp als Kühne.
Jammerlappen 13.05.2014
4. ...
Runter mit den Spielergehältern, Trainergehältern und Transfersummen. Runter mit dem HSV in die 2.Liga. Raus mit den Oligarchen aus dem Fussball. Raus mit den Hooligans. Weniger Doping, weniger Fehlentscheidungen, mehr Sport statt Rasenschach mit Abseitsfalle.
Thorkh@n 13.05.2014
5. Lieber den HSV ...
... ausschlachten und abwracken als Kühne am Ruder! :(
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