Becker komplettiert Vorstand HSV holt Sportchef von Holstein Kiel

Ralf Becker wird neuer Sportdirektor des Hamburger SV. Zwei Wochen nach dem Bundesliga-Abstieg hat der Klub damit seinen Vorstand neu aufgestellt. Nun muss der Kader für den Wiederaufstieg geformt werden.

Ralf Becker
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Ralf Becker


Der Hamburger SV stellt sich weiter für die Zukunft in der 2. Bundesliga auf: Mit Ralf Becker haben die Hamburger einen neuen Sportdirektor verpflichtet. Der 47-Jährige wechselt von Holstein Kiel zum HSV und erhält einen Vertrag bis 2021. Becker hatte wesentlichen Anteil am Erfolgskurs der Kieler, die vor einem Jahr den Aufstieg aus der dritten Liga gefeiert hatten und in dieser Saison erst in der Bundesliga-Relegation am VfL Wolfsburg gescheitert sind.

Der Aufsichtsrat hatte sich am vergangenen Samstag für Becker und gegen Markus Krösche vom SC Paderborn ausgesprochen. Die Verpflichtung von Krösche soll an den hohen Ablöseforderungen der Paderborner Klubführung gescheitert sein. Becker bildet mit dem Vorsitzenden Bernd Hoffmann und dem für Finanzen zuständigen Frank Wettstein den Vorstand. Der 55 Jahre alte Hoffmann war bei der Ratssitzung interimsweise zum Vorstandschef berufen worden. Dafür gab er den Vorsitz des Kontrollgremiums ab, bleibt aber Präsident des Gesamtvereins. Seit der Trennung von Vorstandschef Heribert Bruchhagen und Sportdirektor Jens Todt im März war Wettstein das einzige Vorstandsmitglied.

"Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Vorstand mit einem exzellenten Fachmann vervollständigen können, der sich zudem in der 2. Bundesliga hervorragend auskennt", sagt der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Max-Arnold Köttgen. Becker freue sich auf die "Herausforderung" und beginne sofort mit der Kaderplanung: "Wir haben viel zu tun."

Bisher hat der HSV drei Transfers getätigt. Manuel Wintzheimer kommt vom FC Bayern München, Kaiserslauterns Christoph Moritz soll das Mittelfeld verstärken, und der Schotte David Bates (Glasgow Rangers) gilt als Abwehrtalent. Beckers größte Aufgabe dürfte die Verkleinerung des Kaders werden, es gilt, Abnehmer für die wechselwilligen Filip Kostic, Kyriakos Papadopoulos, Walace, André Hahn oder Douglas Santos zu finden. Gemeinsam mit Trainer Christian Titz soll Becker eine Mannschaft zusammenstellen, die den Traditionsklub zurück in die Bundesliga führt.

Nach dem Bundesliga-Abstieg

krä/dpa



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bedarogs 28.05.2018
1. Des eine Freud, des andern Leid...
gut für den HSV, ich glaube mit Ralf Becker haben sie die richtige Wahl getroffen. Bitter für Holstein Kiel. Aufstieg verpasst, Trainer weg, Sportchef weg, von den Spielern geht wihl auch so mancher. Dem HSV wünsche ich den direkten Wiederaufstieg, Kiel drücke ich die Daumen dass es nicht eine Bruchlandung wie Braunschweig hinlegt.
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