Reaktionen zum HSV-Abstieg "Immer wieder Wunder gibt's nicht"

Uwe Seeler hat genug Sensationen gesehen, Udo Lindenberg schreibt dem Klub zuversichtliche Zeilen und Werder-Sportchef Frank Baumann freut sich schon auf das nächste Nordderby. Die Reaktionen zum HSV-Abstieg.

Uwe Seeler
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Uwe Seeler


Der Hamburger SV ist abgestiegen. Das bewegt ganz Fußball-Deutschland. Hier eine Auswahl an Reaktionen.

(HSV-Idol Uwe Seeler im Interview mit dem TV-Sender Sky):

"Ich persönlich werde auch zur 2. Bundesliga gehen, wenn die Mannschaft spielt. Das ist davon unbenommen (...) Wir haben ja in den letzten Jahren immer wieder Wunder erlebt. Immer wieder Wunder gibt's nicht."

(Bundesfinanzminister Olaf Scholz, von 2011 bis März dieses Jahres Hamburgs Erster Bürgermeister, via Twitter):

(Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher nach dem 2:1 am letzten Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach):

"Das war ein versöhnliches Ergebnis. Aber ich bin traurig, dass wir mit dem HSV in der 2. Liga spielen müssen. Wenn man von den letzten vier Spielen drei gewinnt, zeigt das, dass Superpotenzial in der Mannschaft steckt."

(Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote nach dem 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach):

"Wie sich der HSV heute präsentiert hat, hätten wir ihn gerne in der Vergangenheit öfters gesehen. Der Abstieg ist ein Rückschlag."

(Ex-Bundesliga-Profi Rafael van der Vaart, der in 199 Spielen für den HSV 66 Tore erzielt hatte, via Twitter):

(Werder Bremens Sportchef Frank Baumann):

"Für den Verein und die Stadt Hamburg ist das schade. Ich denke aber, der HSV wird sich so aufstellen, dass der Aufenthalt in der 2. Liga nicht ganz so lange dauert und wir irgendwann wieder emotionale und schöne Nordderbys in der Bundesliga erleben werden."

(SC Freiburgs Trainer Christian Streich):

"Der HSV geht einen guten Weg, jetzt haben sie verlängert mit dem Trainer. Die Leute stehen dahinter. Vereine wie der HSV, man hat das gesehen beim VfB oder Hannover, die kommen wieder zurück."

(Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld via Twitter)

(Rockmusiker Udo Lindenberg, zu dessen größten Hits "Hinterm Horizont" gehört, zur dpa)

"Heute wird der Abend breiter - doch hinterm Horizont geht's weiter...Falscher Film, schlechter Gag - mach dich ready fürs Comeback. Heute noch in Staub und Asche - morgen Phönix aus der Flasche. Prost!"

mru/dpa



insgesamt 34 Beiträge
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ray8 13.05.2018
1. Verdient!
Kein Club hatte den Abstieg wohl je so verdient! Über diverse Spielzeiten am Abgrund wegen krasser Fehlentscheidungen am laufenden Band. Kohle verpulvert ohne Ende! Kein Mitleid! Adios HSV!
Papazaca 13.05.2018
2. Diese Kommentare sind freundlich......,
aber in der Realität empfinden viele Fußball-Fans den Abstieg als verdient. Aber was auch stimmt: Die letzten Spiele vermittelten die Hoffnung, das der HSV sich den Wiederaufstieg verdienen kann. Das empfände ich als viel sympathischer. Außerdem gefällt mir diese Heulerei nicht. Gut, wenn die Bundesliga durch Aufstieg und Abstieg funktioniert. Zuviel Langeweile durch "Nichtabsteigbare" würde der Liga nicht gut tuen. Das Salz in der Suppe sind die angefeindeten Vereine wie Leipzig und Hoffenheim, aber auch die Kleinen wie Mainz und Freiburg. Der HSV hat sich den Abstieg redlich verdient, hoffentlich ist er auch gut im "sich den Aufstieg verdienen".
privatbahn 13.05.2018
3. Hauptsache die Uhr hat eine neue Funktion
Woran es dem HSV fehlt sieht man an der Stadionuhr. Keine 24 Stunden nach dem Abstieg hat sie bereits eine neue Funktion. Man sieht nur zu gut worauf die Verantwortlichen beim HSV die Schwerpunkte ihrer Arbeit legen. Mit solchen Aktionen kann man natürlich auch in den Schlagzeilen bleiben, aber sportlich wieder aufbauen wird man diesen großen Traditionsclub so gewiß nicht.
Fackel 13.05.2018
4. Abstieg
Ein wenig Häme, ein wenig Schadenfreude aber auch ein wenig Mitleid. Die Dinosaurier werden immer trauriger.
retterdernation 13.05.2018
5. Wo ist der norddeutsche Stolz
geblieben ... fragt man sich, wenn man sich dieses Tal des Jammers, welches uns der HSV-Anhang und auch die mediale Aufarbeitung bietet, anschaut. Anstatt sich den neuen Perspektiven zu öffnen schaut man weiter auf die ehemals große Vergangenheit und leidet, als wäre erstmals überhaupt in der Geschichte der Liga eine Mannschaft abgestiegen. Dabei ist doch alles nicht so schlimm: denn der HSV wird mit einem 1.Liga-Etat den Wiederaufstieg angehen. Da wird bestimmt mehr Geld investiert - als die Hälfte der Zweitliga.-Konkurrenz zusammen zur Verfügung hat. Es kann also eigentlich nur nach oben zurück gehen, eigentlich. Und wenn nicht - wird’s halt noch unterhaltsamer!
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