Hamburger SV: Sportchef Kreuzer pfeift Trainer Fink zurück

HSV-Sportchef Kreuzer (l.), Trainer Fink: "Unser Beschluss bleibt bestehen" Zur Großansicht
DPA

HSV-Sportchef Kreuzer (l.), Trainer Fink: "Unser Beschluss bleibt bestehen"

Als Tabellen-13. hat der Hamburger SV sportlich noch Luft nach oben. Und auch die Kommunikation beim HSV ist verbesserungswürdig. Nachdem Trainer Fink ein Comeback der aussortierten Michael Mancienne und Slobodan Rajkovic angedeutet hatte, stellte Sportchef Kreuzer klar: Gibt's nicht.

Hamburg - Sportchef Oliver Kreuzer vom Hamburger SV hat Trainer Thorsten Fink widersprochen. Die vor Wochen aussortierten Profis Michael Mancienne und Slobodan Rajkovic werden nicht mehr beim Fußball-Bundesligisten eingesetzt. "Unser Beschluss bleibt bestehen. Für Mancienne und Rajkovic gibt es keine Rückkehr aufs Spielfeld. Auch wenn mal fünf oder sechs Spieler fehlen sollten. Wenn wir sie spielen lassen, machen wir uns unglaubwürdig", sagte Kreuzer der "Bild"-Zeitung.

Wenige Tage zuvor war das zur Regionalliga-Mannschaft abgeschobene Duo ins Training der Profimannschaft zurückgeholt worden. Das sollte in Abstimmung mit dem Vorstand nur für die Zeit der Länderspiele gelten, weil die Trainingsgruppe stark reduziert war.

Fink hatte den Spielern allerdings Hoffnung auf Einsätze gemacht. "Sie haben sich ja nichts zuschulden kommen lassen", sagte der Trainer und ergänzte vielsagend: "In der Saison kann viel passieren."

Fink hatte zuvor Kreuzer in dessen Urlaub per E-Mail kontaktiert und anschließend gesagt: "Oliver hat mir geantwortet, er habe zwar immer was anderes kommuniziert. Aber wenn ich das will, wird das auch so gemacht." Diese Aussage war dahingehend verstanden worden, dass Mancienne und Rajkovic Chancen auf ein Bundesliga-Comeback haben.

Tesche und Kacar müssen bei der U23 bleiben

Beide dürfen aber, da sind sich Fink und Kreuzer einig, weiterhin am Training der Profis teilnehmen. Im Gegensatz zu Robert Tesche und Gojko Kacar, die bei der U23 trainieren - auch darin besteht bei der sportlichen Führung Einigkeit. Alle vier Spieler sollten in der Sommerpause abgegeben werden, allerdings fand sich kein Käufer. Nun soll in der Transferperiode in der Winterpause ein weiterer Anlauf unternommen werden, sie von der Gehaltsliste zu bekommen.

Die beim HSV betriebene Personalpolitik und der Umgang mit Spielern stehen seit Wochen massiv in der Kritik. Sowohl Kacar als auch die abgewanderten Dennis Aogo und Paul Scharner hatten ihren Unmut geäußert. Zudem warnte die Spielergewerkschaft VDV Profis vor einem Wechsel nach Hamburg.

ham/dpa

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 15 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. So etwas ist ...
kone 14.09.2013
Zitat von sysopDPAAls Tabellen-13. hat der Hamburger SV sportlich noch Luft nach oben. Und auch die Kommunikation beim HSV ist verbesserungswürdig. Nachdem Trainer Fink ein Comeback der aussortierten Michael Mancienne und Slobodan Rajkovic angedeutet hatte, stellte Sportchef Kreuzer klar: Gibt's nicht. http://www.spiegel.de/sport/fussball/hamburger-sv-sportchef-kreuzer-pfeift-trainer-fink-zurueck-a-922221.html
... natürlich absolut kontraproduktiv, und DARF einfach nicht passieren. Nachdem Trainer und Manager seit Saisongebinn unter schwerem Beschuss stehen, wäre es angebracht gwesen , die Reihen zu schließen, und Leuten wie Milliardär Kühne nicht noch weiteres Futter für ihre Kampagnen zu liefern. Und nun diese Nachricht, die zeigt, daß beide die Tragweite ihres öffentlichen Handelns nicht erkennen. Aus meiner Sicht haben sich damit, sowohl Kreuzer, als auch Fink, nachhaltig disqualifiziert!
2. optional
hador2 14.09.2013
Warum tut sich Fink das an? Wenn der Trainer nicht mehr alleine darüber entscheiden darf wen er in die erste Mannschaft, dann sollte man eigentlich sagen "Bis hierher und nicht weiter!"
3. Passt
Pullhuscher 14.09.2013
... prima zum Komödiantenstadl HSV. – Schade. Mit dem europaweiten Bekanntheitsgrad, den treuen Fans und den potentiellen Finanzgebern wären ja die Grundvoraussetzungen da, um den Verein sportlich und wirtschaftlich zu altem Glanz zu führen.
4.
statussymbol 14.09.2013
Zitat von sysopDPAAls Tabellen-13. hat der Hamburger SV sportlich noch Luft nach oben. Und auch die Kommunikation beim HSV ist verbesserungswürdig. Nachdem Trainer Fink ein Comeback der aussortierten Michael Mancienne und Slobodan Rajkovic angedeutet hatte, stellte Sportchef Kreuzer klar: Gibt's nicht. http://www.spiegel.de/sport/fussball/hamburger-sv-sportchef-kreuzer-pfeift-trainer-fink-zurueck-a-922221.html
Kein Wunder das Spielergewerkschaften europaweit Warnungen vor einem Wechsel zum HSV aussprechen. So ein Verhalten gegenüber Spielern, nur weil man sie "loswerden" will geht ja wohl gar nicht. Nebenbei beweist Kreuzer dass Kühne recht damit hatte dass Kreuzer nur ein Drittliga-Sportchef ist. 1. Ich will die Spieler, die Bundesligaspieler sind/waren, ja verkaufen. Ergo muss ich die doch ins Schaufenster stellen. Natürlich will kein Verein einen Spieler kaufen, der mit der dritten Mannschaft trainiert hat. 2. Solange ich die Spieler sowieso auf dem Gehaltszettel habe, warum sollte ich wenn ich mal einen Spielermangel habe die Spieler nicht auch wieder spielen lassen, wenn es die Situation gerade erfordert? Positiver Nebeneffekt ist ja dass diese Spieler dann mit Bundesliga Einsätzen attraktiver für andere Vereine werden. 3. Warum sollte ich, wie Fink ja korrekt anmerkt Spieler die sich "nichts haben zu Schulden kommen lassen" (zumindest Mancienne nicht) derart *degradieren* und runtermachen? Das gesamte taktlose Verhalten von Kreuzer missfällt mir von Anfang an, dagegen ist ja selbst ein Matthias Sammer hochsympathisch.
5. So isses
Bee1976 14.09.2013
Zitat von kone... natürlich absolut kontraproduktiv, und DARF einfach nicht passieren. Nachdem Trainer und Manager seit Saisongebinn unter schwerem Beschuss stehen, wäre es angebracht gwesen , die Reihen zu schließen, und Leuten wie Milliardär Kühne nicht noch weiteres Futter für ihre Kampagnen zu liefern. Und nun diese Nachricht, die zeigt, daß beide die Tragweite ihres öffentlichen Handelns nicht erkennen. Aus meiner Sicht haben sich damit, sowohl Kreuzer, als auch Fink, nachhaltig disqualifiziert!
Das wäre das erste, das zweite jedoch ist auch der Umgang mit den spielern. Abgeschoben, aber wenn länerspielpausen sind, sind sie also gut genug um mal als Lückenbüßer im Training auszuhelfen ? Vertragspflicht hin oder her, kein wunder das die sich veralbert vorkommen. Was Kreuzer und fink angeht, nun die Frage wirds sein wer muss als erstes von den beiden gehen
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Fußball-News
RSS
alles zum Thema Fußball-Bundesliga
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 15 Kommentare

Themenseiten Fußball
Tabellen