Bundesliga HSV trennt sich von Bruchhagen und Todt

Der Hamburger SV hat Vorstandschef Heribert Bruchhagen mit sofortiger Wirkung freigestellt. Finanzvorstand Frank Wettstein übernahm die operative Führung - und beurlaubte Sportdirektor Jens Todt.

Heribert Bruchhagen
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Heribert Bruchhagen


Der Aufsichtsrat des abstiegsbedrohten Bundesligisten Hamburger SV hat den Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen und Sportdirektor Jens Todt mit sofortiger Wirkung freigestellt. Dies teilte der Klub mit.

Der bisherige Finanzvorstand Frank Wettstein übernimmt die operative Führung der HSV Fußball-AG. Der erst am 18. Februar gewählte Präsident des Gesamtvereins, Bernd Hoffmann, ist neuer Aufsichtsratschef der AG.

"Wir haben uns nach eingehender Analyse der Gesamtsituation zu diesem Schritt entschieden und widmen uns nun der Neuausrichtung", sagte Hoffmann. Bruchhagen hatte das Amt als Nachfolger von Dietmar Beiersdorfer erst Ende 2016 übernommen.

"Es ist keine Trennung im Streit. Heribert Bruchhagen hat sich stets schützend vor unseren Klub gestellt. Ihm war und ist sehr daran gelegen, dass der HSV die aktuelle sportliche Talsohle überwindet", sagte Hoffmann.

Wettstein habe sich als ersten Beschluss für die Beurlaubung von Todt entschieden. Todt war seit Januar 2017 im Amt. "Wir wollen uns für die Zukunft neu aufstellen", sagte Wettstein. Todts Aufgaben, zu denen auch die Vertragsverhandlungen mit Spielern für den möglichen Abstiegsfall gehörten, werden demnach intern aufgeteilt, sodass keine Lücke entstehen werde. "Wir sind voll handlungsfähig", sagte Wettstein.

Bei einem Abstieg in die zweite Liga will der Verein schon in den nächsten Wochen die Weichen stellen und dabei Personal für die Führung sowie Spieler für einen Neubeginn rekrutieren. "Wir erstellen ein konkretes Anforderungsprofil und werden einen geordneten Prozess angehen, mit dem wir den besten Kandidaten für den HSV finden wollen", sagte Hoffmann.

Neun Spieltage vor dem Saisonende ist der HSV Tabellenvorletzter und hat bereits sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Damit droht dem Klub der erste Abstieg seit Gründung der Bundesliga im Jahr 1963.

mru/dpa/sid



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