Nach nur sieben Spielen HSV trennt sich von Trainer Bernd Hollerbach

Der Hamburger SV hat sich zum zweiten Mal in dieser Saison von seinem Trainer getrennt. U21-Coach Christian Titz übernimmt das Team von Bernd Hollerbach, Ex-Profi Thomas von Heesen soll ihn unterstützen.

Bernd Hollerbach
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Bernd Hollerbach


Der stark abstiegsgefährdete Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat sich nach nur sieben Wochen von Trainer Bernd Hollerbach, 48, getrennt. Das hat der Klub offiziell bestätigt.

Hollerbach hatte Ende Januar Markus Gisdol beerbt, konnte den Hanseaten in seinen sieben Spielen auf der Bank aber auch nicht den Glauben an den Klassenerhalt zurückgeben. Unter Hollerbach schaffte der HSV keinen einzigen Sieg und holte nur drei Punkte. "Wir haben die sportliche Gesamtlage nach der 0:6-Niederlage in München intensiv analysiert und diskutiert", sagte HSV-Vorstand Frank Wettstein. Am Ende sind wir zur Überzeugung gelangt, dass wir im Hinblick auf unsere Chancen im Kampf um den Klassenerhalt handeln mussten."

Der bisherige U21-Trainer Christian Titz, 46, mit der Bundesliga-Reserve zurzeit Tabellenführer in der Regionalliga Nord, soll das Team bis zum Saisonende betreuen und die Mannschaft auf die Partie gegen Hertha BSC am kommenden Wochenende vorbereiten.

Nach 13 Spielen ohne Sieg beträgt der Rückstand des HSV zum Relegationsplatz acht Spieltage vor dem Saisonende sieben Punkte. Titz ist bei den Hamburgern inklusive Interimslösungen Trainer Nummer 16 seit 2008.

Mit der Freistellung Hollerbachs hat der HSV innerhalb von nur fünf Tagen seine komplette Führung ausgetauscht: Am Donnerstag wurden bereits Heribert Bruchhagen (Vorstandschef) und Jens Todt (Sportdirektor) von ihren Aufgaben entbunden. Neuer Aufsichtsratschef ist seit Mittwoch Bernd Hoffmann, der zudem Präsident des Gesamtvereins ist.

Ex-Profi von Heesen wird Kurzzeit-Manager

Nicht nur auf der Trainerposition stellt sich der Klub neu auf: Der ehemalige HSV-Profi und -Aufsichtsrat Thomas von Heesen wird das Trainerteam übergangsweise unterstützen. Von Heesen solle "die Lücke schließen, die bis zur Verpflichtung eines neuen Sportverantwortlichen entstehen könnte", sagte Wettstein in einem Interview auf der Vereinshomepage.

Von Heesen hatte als Profi zwischen 1980 und 1994 für den HSV gespielt. Dabei erzielte er in 425 Spielen 114 Tore. Der gebürtige Ostwestfale war von Juli 2014 bis Februar 2015 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei den Hamburgern, trat dann zurück. Als Trainer betreute er unter anderen Arminia Bielefeld, den 1. FC Saarbrücken und den 1. FC Nürnberg. In Bielefeld und bei Hannover 96 war er auch Sportlicher Leiter.

chh/sid/dpa



insgesamt 78 Beiträge
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Seite 1
gnarze 12.03.2018
1. Lösung
Nur Jupp Heynckes kann den HSV noch retten.
fr3ih3it 12.03.2018
2. Der Abstieg
Ist die einzige Möglichkeit für einen Neuanfang beim HSV. Schade um den eigentlich tollen Verein für diese wunderbare Stadt.
Neumarseillais 12.03.2018
3. Patentlösung Trainerentlassung
Der HSV ist, glaube ich, der Bundesliga-Rekordhalter in diesem Punkt. Man sollte endlich diesen Verein auflösen und neu gründen!
tamna 12.03.2018
4. hatten wir in berlin auch schon...
...vor dem letzten abstieg. babbel wurde geschasst, skibbe ist dann krachend gescheitert, dann das duo tretschok/covic an der leine von rehhagel, es war hoffnungslos...und geholfen hat es nicht, es ging in liga 2. hertha verlor übrigens damals zu hause gegen bayern münchen 0 : 6. der abstieg steht dem hsv jetzt auch bevor. eine chance zum neuaufbau.
gartenkram 12.03.2018
5. Das
Wird doch eh nix mehr. Der hsv hat einen grundlegenden webfehler u den kriegt kein trainer in den griff. Verwunderlich, dass überhaupt noch einer einen trainervertrag unterschreibt. Der schnaellste schleudersitz deutschlands.
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