Keine Lust auf Innenverteidigung HSV-Profi Walace streikt sich in die Reserve

Der neue HSV-Trainer Christian Titz wollte Mittelfeldspieler Walace gegen Hertha BSC in die Abwehr ziehen. Nicht mit dem Brasilianer, der dem Spiel fernblieb. Nun muss er in der Reserve trainieren.

Walace vom Hamburger SV
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Walace vom Hamburger SV


Der Hamburger SV verzichtet ab sofort auf den Brasilianer Walace. Der Brasilianer müsse ab sofort und bis auf Weiteres mit der zweiten Mannschaft des Bundesligisten trainieren. Das gab der Klub bekannt, nachdem Walace ein Gespräch mit Vorstandschef Frank Wettstein und Direktor Sport, Bernhard Peters, geführt hat.

"Der Spieler Walace ist vergangene Woche zum wiederholten Male seinen vertraglichen Pflichten nicht nachgekommen", sagte Peters in einer Mitteilung des Klubs. Der Spieler müsse sich teamorientiert verhalten, den Ideen des neuen Trainers nachkommen und auf der Position spielen, wo dieser ihn am stärksten sieht, ließ Peters weiter mitteilen.

Walace hatte keine Lust - wie vom neuen Trainer Christian Titz geplant -, gegen Hertha BSC (1:2) in der Innenverteidigung zu spielen. Der Mittelfeldspieler wurde daraufhin nicht in den Kader berufen, unterstützte die Kollegen dann auch nicht im Stadion - sondern zeigte sich auf Fotos in sozialen Netzwerken fernab des Volksparkstadions. "Wir dulden nicht, dass er, während seine Kollegen um den Klassenerhalt kämpften, nicht im Stadion anwesend war, und das Team nicht unterstützt hat", sagte Peters.

Schon im Winter hatte Walace gestreikt und war erst verspätet ins Trainingslager der Hamburger geflogen. Die Degradierung muss allerdings nicht endgültig sein. "Wenn er sein Fehlverhalten reflektiert hat, kann er in einem Gespräch wieder auf den Trainer zugehen", sagte Peters. Der 22-Jährige war Ende Januar 2017 für rund neun Millionen Euro von Gremio Porto Alegre an die Elbe gewechselt.

Noch keine Entscheidung ist im Fall Kyriakos Papadopoulos gefallen. Der Grieche hatte nach dem Spiel gegen Hertha Titz öffentlich für dessen Aufstellung kritisiert. Die HSV-Verantwortlichen haben bisher nur telefonisch mit dem Innenverteidiger sprechen können, da er bei der Nationalmannschaft weilt. Nach seiner Rückkehr soll es noch ein persönliches Gespräch geben, und im Anschluss wollen Wettstein und Peters entscheiden, ob der 26-Jährige weiter im Abstiegskampf helfen darf.

krä/sid



insgesamt 23 Beiträge
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Seite 1
Mike1108 20.03.2018
1. traurig
Das wirklich traurige ist, daß sich ein Verein finden wird, der dem Spieler mit solcher einer Berufsauffassung wieder einen Vertrag geben wird.....
walter_de_chepe 20.03.2018
2. Auflösungserscheinungen
Da muss die Stimmung auf dem Tiefpunkt sein.
vaikl 20.03.2018
3. So langsam...
...müsste man drüber nachdenken, ob sich der HSV nicht lieber freiwillig und sofort vom Spielbetrieb der 1. Liga abmelden will. Spart Kosten für den Kader - Geld, was man nächstes Jahr in der 2. Liga dringend nötig hat, um ausreichend spielwillige Spieler einzukaufen.
menton 20.03.2018
4. und ich weiß auch schon, welcher...
Zitat von Mike1108Das wirklich traurige ist, daß sich ein Verein finden wird, der dem Spieler mit solcher einer Berufsauffassung wieder einen Vertrag geben wird.....
Der HSV wir es machen wie bei Spahic. Deshalb freue ich mich persönlich ja auch so, dass der HSV allem Anschein nach absteigen wird!
menton 20.03.2018
5. ach ja...
Zitat von Mike1108Das wirklich traurige ist, daß sich ein Verein finden wird, der dem Spieler mit solcher einer Berufsauffassung wieder einen Vertrag geben wird.....
... diesmal geht es ja um einen Spieler, den Hamburg gerne abstrafen möchte... Mal schauen, ob sich ein ähnlich charakterloser Verein nochmal findet.
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