Wegen Kritik an Handspiel-Regel Schiedsrichter-Chef Busacca nimmt DFB in die Pflicht

In der Bundesliga regt sich Kritik an der Handspiel-Regelung. Zu Unrecht, findet die Fifa: Die Regel müsse nur besser erklärt werden, sagt Schiedsrichter-Chef Massimo Busacca - er sieht den DFB gefordert.

Schiedsrichter-Chef Busacca (Archivbild):  Kritik an Handspiel-Regel zurückgewiesen
AP

Schiedsrichter-Chef Busacca (Archivbild): Kritik an Handspiel-Regel zurückgewiesen


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - In der Diskussion über die Handspiel-Regel wehrt sich der Weltverband Fifa gegen alle Kritik und sieht den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die deutschen Schiedsrichter in der Pflicht. "Die Regel müsste den Bundesligaspielern und -trainern nur mal richtig erklärt werden. Da sind auch die nationalen Verbände gefordert", sagte Fifa-Schiedsrichter-Chef Massimo Busacca der "Bild"-Zeitung.

"Das Fußballverständnis der Schiedsrichter ist sehr wichtig. Sie müssen den Fußball leben, ihn inhalieren und vor allem verstehen. Sie müssen sich in die Lage der Spieler versetzen können. Nur so kann der Referee richtig entscheiden."

Um seine Ansichten zu untermauern, führte Busacca die WM in Brasilien an. Die Fifa habe "Trainer wie Joachim Löw mit ins Boot geholt. Wir hatten kein Problem mit der Hand-Regel. Die Regel muss nur richtig interpretiert werden", sagte Busacca. Der ehemalige Schiedsrichter forderte Kritiker auf, bessere Argumente vorzubringen: "Man muss als Trainer auch Gründe liefern und kann nicht nur sagen, die Auslegung sei dumm."

In Deutschland hatten zuletzt viele Spieler, Trainer und auch Vertreter der Schiedsrichter-Zunft die Handspiel-Regel nach mehreren strittigen Entscheidungen wegen des undefinierten Ermessensspielraums kritisiert.

buc/sid

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.