Hannovers Sportchef Horst Heldt "Ja, ich möchte mit Köln reden"

Seit Tagen halten sich Gerüchte, der 1. FC Köln habe Interesse an einer Verpflichtung von Hannovers Sportchef Horst Heldt. Dieser hat den Kontakt nun bestätigt. Für den 47-Jährigen sei es eine "außergewöhnliche Situation".

96-Manager Horst Heldt
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96-Manager Horst Heldt


Das Fußball-Fachmagazin "kicker" hatte am Donnerstag berichtet, dass der 1. FC Köln an einer Verpflichtung von Hannovers Sportchef Horst Heldt interessiert sei. Nun hat der 47-Jährige erstmals Stellung bezogen: "Ja, ich möchte mit Köln reden", sagte Heldt. Dieses Gespräch sei wichtig für ihn. Wenn er es nicht führen würde, könnte es ein "Riesenfehler" sein, so der Ex-Profi.

Knapp neun Monate arbeitet Heldt jetzt in Hannover, im Sommer stieg er mit dem Klub auf. 96 ist mit ihm und Trainer André Breitenreiter überraschend stark in die Saison gestartet. In Köln soll er Nachfolger des zurückgetretenen Jörg Schmadtke werden, der 2013 ebenfalls aus Niedersachsen an den Rhein gewechselt war.

"Das ist eine außergewöhnliche Situation für mich, deshalb muss ich dieses Gespräch führen", sagte Heldt, für den der Tabellenletzte so etwas wie eine Herzensangelegenheit sein dürfte: "Das ist mein Heimatverein, ich bin da groß geworden." Zwischen 1990 und 1995 absolvierte der ehemalige Mittelfeldspieler 130 Spiele für den Traditionsklub.

Heldt: "Ich habe nicht um eine Freigabe gebeten."

Martin Kind, Präsident von Hannover 96, schloss einen möglichen Wechsel aus, zumal die Planungen für die nächste Saison längst laufen. "Ich weiß, dass der 1. FC Köln ein Problem hat. Wenn die erwarten, dass 96 das Problem löst, um dann im Ergebnis ein eigenes Problem zu haben - das ist kein Geschäftsmodell über das man ernsthaft diskutieren kann", so Kind.

"Wir sind sehr zufrieden mit Herrn Heldt. Er macht einen guten Job und ist sehr anerkannt", sagte Kind und fuhr fort: "Wir haben einen Vertrag (bis 2020), und den wollen wir gemeinsam erfüllen. Ich kenne kein Argument, ihn wirklich gehen zu lassen. Das Leben ist kein Wunschkonzert."

Heldt war es wichtig zu betonen, dass seine Entscheidung noch nicht gefallen sei. "Ich habe nicht um eine Freigabe gebeten." Für Coach Breitenreiter wäre Heldts Abschied ein "großer Verlust", sagte der 44-Jährige nach dem Spiel gegen Stuttgart am Freitagabend. Niclas Füllkrug hatte für Hannover per Foulelfmeter (76. Minute) noch die Stuttgarter Führung durch Takuma Asano (24.) ausgeglichen.

bam/sid



insgesamt 7 Beiträge
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steinumn 25.11.2017
1. Zum Ko**en...
Ich hatte bisher eigentlich ne gute Meinung von Horst Heldt, und ich hatte für Hannover gehofft, dass der Verein nach den letzten Nieten endlich mal einen guten Manager in der Vereinsführung hat. Kombiniert mit dem guten Trainer Breitenreiter war das doch ganz schön die letzten Monate. Und jetzt möchte Hotte nach einem halben Jahr zum Tabellenletzten wechseln aus sentimentalen Gründen. Mein Güte, was ist nur im niedersächsischen Trinkwasser drin...
lesheinen 25.11.2017
2. Sagen Sie Ihre Meinung!
Warum? Ein Arbeitnehmer überlegt einen Arbeitsplatzwechsel. Was kann man da kommentieren?
tmhamacher1 25.11.2017
3. Spürbar anders!
So sind wir vom FC: Nachdem unserer Sportdirektor, der übermäßig freie Hand hatte, ohne erkennbaren Grund das Handtuch geworfen hat, weil er bei der Kaderplanung versagt hatte und (... einer Ratte nicht unähnlich) das sinkende Schiff verlässt (... natürlich mit einer fürstlichen Abfindung), tagen unsere Gremien 4 Wochen intensiv, um dann als Lösung die Verpflichtung eines Sportmanagers zu betreiben, der noch einen Vertrag bis 2020 hat. Chapeau!
susirudi 25.11.2017
4. FC - Echt super!
Was sind das für Geschäftsgebaren? Dem "tollen" FC wünsche ich nach dieser Volte von ganzem Herzen den Abstieg. Einfach nur unseriös. Das passt jedoch zu diesem Verein und dieser Stadt. Ich freue mich heute jedoch auf die Spiele BvB -S04 und Gladbach - FCB.
LJA 25.11.2017
5. Natürlich wird er wechseln
Jeder, der die Möglichkeit hat, aus Hannover den Absprung zu schaffen, wird das machen. Und dazu kann man dann nur gratulieren.
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