Absteiger Hannover 96 Kind verteidigt seine Vormachtstellung knapp

Der Aufsichtsrat von Hannover 96 hat zwei neue Mitglieder, die den Interessen von Martin Kind gegenüberstehen. Bei einem dritten Wechsel wäre für Kind sogar das Amt des Präsidenten in Gefahr gewesen.

Hannover-96-Präsident Martin Kind
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Hannover-96-Präsident Martin Kind


Martin Kind, Präsident von Hannover 96, hat bei der Jahreshauptversammlung des Klubs nur knapp seine Vormachtstellung verteidigt. Die Interessengemeinschaft (IG) "Pro Verein 1896" schaffte es, zwei ihrer drei Kandidaten im Hannoveraner Aufsichtsrat unterzubringen. Damit haben die Kind-Unterstützer weiterhin die Mehrheit in dem fünfköpfigen Kontrollgremium. Kind hatte für eine Wiederwahl aller fünf Mitglieder geworben.

"Pro Verein 1896" will die Abschaffung der "50+1"-Regel, die Kind seit Langem erhofft, verhindern. Die Wahl erfolgte für drei Jahre, aber 2018 greift in Hannover ohnehin eine Sonderregel: Dann unterstützt Kind den Verein bereits 20 Jahre und kann damit die Mehrheit des Klubs übernehmen.

Hätte die IG neben Sebastian Kramer und Ralf Nestler auch ihren dritten Kandidaten, Andreas Elvers, dem bei 358 Stimmen nur acht weitere fehlten, in den Aufsichtsrat bekommen, wäre es für Kind eng geworden. Der Aufsichtsrat bestimmt nämlich den Präsidenten.

Seit dem vergangenen Spieltag steht Hannover als erster Absteiger fest. Das tue weh und sei unnötig gewesen, erklärte der seit 1997 amtierende Präsident zuvor: "Aber wir dürfen nicht in Depressionen verfallen. Wir müssen nach vorne schauen. Ziel wird sein, den sofortigen Wiederaufstieg zu erreichen", sagte Kind.

Zudem sprach der 71-Jährige von einer "mehr als zufriedenstellenden wirtschaftlichen Entwicklung" des Vereins und berichtete, dass "98 Prozent der Sponsoren auch in der 2. Bundesliga bleiben werden. Es ist keine einzige Logen-Kündigung erfolgt. Der Umsatz wird mehr als halbiert, aber wir können den Abstieg wirtschaftlich verkraften."

aev/sid



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