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27. Februar 2018, 16:01 Uhr

Gerichtsprozess

Hannover-Profi soll Fan im VIP-Bereich gebissen haben

Hannovers Uffe Bech soll nach einem Spiel einen Fan gebissen haben. Weil der Däne sich weigerte, eine Strafe von 50.000 Euro zu zahlen, geht der Fall nun vor Gericht. Bech selbst spricht von Notwehr.

Hannover 96 war kurz davor, gegen Schalke 1:0 zu gewinnen, als es an jenem Abend im August 2017 im VIP-Bereich der HDI-Arena zu einer Begegnung der unangenehmeren Art kam: Der verletzte 96-Profi Uffe Bech soll einen Fan gebissen haben - und muss sich nun wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Ein Sprecher des Amtsgerichts Hannover bestätigte dem SPIEGEL entsprechende Medienberichte.

Das Amtsgericht hatte gegen den 25-Jährigen bereits eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen à 1000 Euro verhängt. Bech hatte sich geweigert, dem Strafbefehl Folge zu leisten. Er stelle den Vorfall als eine "Notwehrsituation" dar, heißt es.

Die Verhandlung ist für den 17. April angesetzt. Als Zeuge ist unter anderen Casper Mortensen geladen, dänischer Handballer in Diensten der TSV Hannover-Burgdorf, der an jenem Abend ebenfalls Gast im VIP-Bereich war.

Der dänische Nationalspieler Bech war 2015 nach Hannover gewechselt und nur kurze Zeit später aus disziplinarischen Gründen suspendiert worden. Danach fiel der seit Jahresbeginn an Greuther Fürth ausgeliehene Profi häufig verletzt aus - so wie an jenem Abend im August 2017.

sak

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