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Twitter-Profil: Fußballprofi verbreitet Hannover-96-Angebot

León: Transferanfrage bei Twitter veröffentlicht Zur Großansicht
Getty Images

León: Transferanfrage bei Twitter veröffentlicht

Seltener Einblick ins internationale Transfergeschäft: Der Fußballprofi Pedro León vom FC Getafe hat ein Angebot von Hannover 96 bei Twitter verbreitet. Die Verantwortlichen des Bundesligisten sind empört.

Hamburg - Pedro León darf derzeit nicht Fußball spielen. Der 27-jährige Profi vom spanischen Erstligisten FC Getafe wurde gesperrt, weil sein Klub gegen das Financial Fairplay verstößt. León möchte weg. Offenbar um Druck auf Getafe auszuüben, zeigte der Spieler nun ein Angebot von Hannover 96 auf seinem Twitter-Profil. Er retweetete ein Dokument, das zuvor ein spanischer Journalist veröffentlicht hatte.

Das Schreiben ist eine offizielle Transferanfrage des Bundesligisten, Hannovers Sportdirektor Dirk Dufner bestätigte der "Bild"-Zeitung die Echtheit des Dokuments. "Das ist schlechter Stil vom Spieler. Wir wurden benutzt", sagte Dufner.

Die Anfrage sieht ein Angebot von einer Million Euro vor, 96 wollte Getafe zudem bei einem möglichen Weiterverkauf des Spielers mit 25 Prozent beteiligen. Der spanische Klub hatte im Sommer 2013 noch sechs Millionen Euro für León bezahlt.

Der spanische Ligaverband LFP hatte dem Stürmer Anfang September die Lizenz verweigert, weil Getafe mit seinem Gehalt gegen die Regeln des Financial Fairplay verstoßen hätte. Demnach dürfen die Vereine höchstens 70 Prozent ihrer Einnahmen für Spielergehälter ausgeben.

Zahlreiche Klubs sollen Interesse an León haben, darunter neben Hannover auch Eintracht Frankfurt und Werder Bremen. Getafes Präsident Ángel Torres hatte aber behauptet, es gebe keine Angebote. Das widerlegte León nun mit seiner Twitter-Aktion.

Hannovers Präsident Martin Kind reagierte empört: "So etwas habe ich noch nie erlebt", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Wir sind hier Opfer, wurden missbraucht. Als Konsequenz werden wir die Angebote nur noch direkt an die Vereine schicken."

cte

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insgesamt 19 Beiträge
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1. klar
caone 11.09.2014
die empörung versteh ich. hannover wollte sich in gewisser weise als leicheflädderer betätigen. sie wollten (unter der hand) einen teureren spieler für deutlich weniger geld von einem in not geratenen verein holen. ich würd auch nicht wollen, dass das öffentlich wird.
2.
ovit 11.09.2014
geschichten erzählen und nichts verlinken...
3. Notwehr des Spielers
huberwin 11.09.2014
Der eine Verein sagt es gibt kein Angebot, der andere Verein will mal schnell ein Schnäppchen machen. Der Spieler möchte Spielen und nicht mit sich spielen lassen. Wer ist da der Buhmann????
4.
tubaner 11.09.2014
@ovit, das Twitter-Profil des Spielers ist doch verlinkt, dort kann jeder – auch ohne bei Twitter registriert zu sein – den Vertrag sehen. @caone, die Details von Transferangeboten werden zurecht eigentlich nie öffentlich gemacht, schließlich will man andere Interessenten nicht in seine Karten schauen lassen. Selbst hinterher erfährt man oft genug abgesehen von der Ablösesumme nichts, was im Vertrag steht. Von daher kann ich den Ärger in Hannover sehr gut verstehen. „Leichenfledderei“ ist das aber wirklich nicht. Getafe hat sich eben nicht an die Uefa-Regeln gehalten, damit die Strafe verdient und alleine zu verantworten. Und da es offensichtlich auch andere Interessenten gibt, zahlt H96 entweder einen marktüblichen Preis oder sie bekommen den Zuschlag nicht.
5. Financial Fairplay?
mopsfidel 11.09.2014
Verdeckte Absprachen und intransparente Verträge sind also "financial fairplay"? Oder gelten diese Regelungen nur für den Spieler?
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