Europa League: Schalke und Hannover scheitern im Viertelfinale

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Aus der Traum: Hannover und Schalke sind in der Europa League ausgeschieden. Die 96er verloren ihr Viertelfinal-Rückspiel gegen Atlético Madrid, Schalke kam trotz zweimaliger Führung nicht über ein Unentschieden gegen Athletic Bilbao hinaus.

Europa League: Schalke hofft früh, 96 spät Fotos
DPA

Hamburg - Die Halbfinalspiele der Europa League finden ohne deutsche Beteiligung statt. Als letzte verbliebene Clubs schieden Hannover 96 und Schalke 04 aus. Damit ist aus deutscher Sicht nur noch Champions-League-Halbfinalist Bayern München international vertreten.

Hannover musste sich gegen Atlético Madrid auch im Rückspiel geschlagen geben, 1:2 (0:0) stand am Ende auf der Anzeigetafel - Angreifer Mame Diouf (81. Minute) hatte für das einzige Tor des Bundesligisten gesorgt. Bereits das Hinspiel hatte das Team von Trainer Mirko Slomka 1:2 verloren.

"Madrid war natürlich ein toller Gegner, aber ich finde trotzdem, es war mehr drin", sagte Slomka: "In der ersten Halbzeit hat es wenig Torchancen auf beiden Seiten gegeben. Danach wollten wir mehr Druck machen, aber uns hat der letzte Pass gefehlt."

Auch die Schalker hätten nach der 2:4-Hinspielniederlage einen hohen Sieg gegen Athletic Bilbao gebraucht. Doch trotz zweimaliger Führung nach Toren von Klaas-Jan Huntelaar (29.) und Raúl (52.) reichte es am Ende nur zu einem 2:2 (1:1).

Diego leitet d as 1:0 für Madrid ein

Vor knapp 44.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena war Hannover zu Beginn die stärkere Mannschaft. Besonders Diouf zeigte sich angriffslustig, scheiterte jedoch in der 11. Minute. Auch Sergio Pinto setzte einen Freistoß aus 20 Metern nur in die Mauer (17.). Zuvor hatte Madrids Stürmer Falcao Konstantin Rausch gefoult und eine frühe Gelbe Karte gesehen.

Hannover hatte mehr Offensivaktionen, ging jedoch oft zu fahrlässig mit seinen Chancen um. Die Schussversuche von Didier Ya Konan (24.) und Jan Schlaudraff (34.) kamen eher kläglich denn präzise Richtung Atlético-Tor.

Nach dem Wechsel dann der Schock für Hannover: Der frühere Werder-Profi Diego bediente Angreifer Adrián, der sich im Strafraum gegen Hannover-Verteidiger Emanuel Pogatetz durchsetzte, 96-Torhüter Ron-Robert Zieler und Abwehrspieler Christian Pander austanzte - und zum 1:0 traf.

Hannover brauchte jetzt zwei Tore um wenigstens in die Verlängerung zu kommen. Und in der 81. Minute konnte Diouf den ersten dieser zwei Treffer erzielen - nach einem Einwurf verschätzte sich Madrids Diego Godin und lenkte den Ball zum Hannover-Stürmer, der zum Ausgleich traf. Doch die Hoffnung währte nur kurz: Eine Unstimmigkeit in der 96-Defensive nutzte Atlético-Angreifer Falcao zum 2:1 - die Entscheidung.

Zu allem Überfluss zog sich Mittelfeldspieler Rausch noch eine Schürfwunde an der Achillessehne zu - und droht für die Bundesligapartie gegen Schalke 04 am Sonntag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auszufallen.

Hannover 96 - Atlético Madrid 1:2 (0:0)
0:1 Adrian (63.)
1:1 M. B. Diouf (81.)
1:2 Falcao (87.)
Hannover 96: Zieler - Cherundolo, Pogatetz, Eggimann, Pander (86. A. Sobiech) - S. Pinto, C. Schulz (73. Schmiedebach) - Schlaudraff, Rausch (71. Abdellaoue) - Ya Konan, Diouf
Atlético Madrid: Courtois - Perea, Godin, Miranda, Filipe - Tiago, Mar. Suarez - Koke (65. Salvio), Diego (88. Alvaro Dominguez), Adrian - Falcao
Schiedsrichter: Clattenburg (England)
Zuschauer: 44.000
Gelbe Karten: Pinto - Godin, Miranda, Koke, Diego, Falcao

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