Hans Meyer wird 60 "Der Butterkuchen hier ist wirklich ausgezeichnet"

Am Sonntag feierte der älteste Bundesliga-Trainer seinen 60. Geburtstag. Neben Hans Meyers Qualitäten auf dem Übungsplatz schätzen die Beobachter vor allem auch den Sprachwitz des Gladbacher Coaches. SPIEGEL ONLINE präsentiert eine kleine Auswahl der Meyer'schen Aphorismen.


"Laune-Schreck" Hans Meyer: "Zwei Köpfe größer als ein Schwein"
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"Laune-Schreck" Hans Meyer: "Zwei Köpfe größer als ein Schwein"

"Die Spieler kommen morgens um neun, trinken Kaffee, halten ein Schwätzchen, danach eine kleine Mannschaftsbesprechung, 90 Minuten Training, eine Stunde Nachbereitung. Und nachmittags gehen sie dann mit der Mutti auf die Kö nach Düsseldorf. Die können einkaufen, während andere noch an der Maschine stehen. Als Fußball-Profi hat man eine herrliche Zeit."
(Im Oktober 2002)


"Ich bin heute noch nicht darüber weg, dass wir damals das Europacup-Finale in Düsseldorf verloren haben. Aber zum Glück reißen sie ja das Rheinstadion jetzt ab."
(Über das EC-Finale 1981 Carl Zeiss Jena gegen Dynamo Tiflis)


"Die hatten einen Mittelstürmer, der war zwei Köpfe größer als ein Schwein und macht zwei Kopfballtore gegen uns."
(Über ein Spiel im DDR-Pokal vor über 20 Jahren)


"Ich war zwar nicht bei der Armee, aber da hätte ich mir so einen kleinen Feldspaten gewünscht und mich am liebsten direkt im Stadion eingegraben."
(Nach dem Ausscheiden im DDR-Pokal)


"Als ich mit knapp 28 Jahren Trainer in Jena geworden bin, hat das eingeschlagen wie eine Bombe. Das war, als ob ein 18-Jähriger Schiedsrichter wird und dann noch aus der Leichtathletik kommt."
(Im Oktober 2002)


"Jetzt gehe ich erst mal nach Hause und mache ein Fläschchen von dem Sechs-Mark-Sekt auf. Wir sind nämlich arme Leute und kaufen bei Aldi ein."
(Im Sommer 2001 nach dem Sieg über Bayern München)


"Er lernt jetzt seit zwei Jahren die deutsche Sprache und kann schon 'Guten Tag' sagen."
(Über Gladbachs Stürmer Lawrence Aidoo)


"Der Butterkuchen hier ist wirklich ausgezeichnet, den hat bestimmt Frau Demuth gebacken."
(In der Pressekonferenz nach einem Spiel beim FC St. Pauli)


"Wenn du Fußball machst, dann lässt dich der Beruf nicht mehr frei. Man entwurzelt sozial. Geh' mal abends ins Theater, wenn du dreimal verloren hast. Da bist du ein Laune-Schreck."


"Das Trainingsgelände war mein Heiligtum. Platzwart Erich Hage hat mit der Gartenschere das Unkraut gerupft. Wenn sich ein Rabe auf dem Rasen niedergelassen hatte, wurde der umgehend erschossen."
(über alte Jenaer Zeiten)


"Ich musste lesen, dass sich der Meyer für klassische Musik interessiert. Das lachen sich alle, die mich kennen, halbkrank! Fürs Kulturelle ist eher meine Frau zuständig."


"Ihr Fans habt es am allermeisten verdient, dass die Mannschaft demnächst nicht mehr in dieser Scheiß-Zweitenliga spielen muss!"
(beim Empfang der Aufstiegs-Mannschaft auf dem Alten Markt in Mönchengladbach)


"Wir haben sie erst sehr spät in den Griff bekommen, aber da war die Krähe schon tot."
(nach einem 0:5 in Leverkusen)


"Wenn ich eine ganze Flasche Rotkäppchen getrunken habe, wurde meine Frau danach regelmäßig schwanger"



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