Sportdirektor-Posten beim DFB Löw-Assistent Flick gilt als heißer Kandidat

Hat die Suche ein Ende? Der Deutsche Fußball-Bund braucht einen neuen Sportdirektor. Als heißer Kandidat für den Posten wird nun Joachim Löws Assistent Hansi Flick gehandelt.

Löw-Assistent Flick: Gute Chancen auf den Sportdirektor-Job
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Löw-Assistent Flick: Gute Chancen auf den Sportdirektor-Job


Countdown zum Start der neuen Bundesliga-Saison
Hamburg - Hansi Flick ist offenbar der heißeste Kandidat auf den Posten des Sportdirektors beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Nach übereinstimmenden Informationen der "Bild"-Zeitung und des "Kicker" soll der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw sein Interesse bekundet haben, die Nachfolge von Robin Dutt anzutreten.

Zuvor soll es ausführliche Gespräche zwischen Flick, Löw, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Verbands-Generalsekretär Helmut Sandrock gegeben haben. Flick wollte sich zu diesen Spekulationen nicht äußern. Laut "Bild"-Zeitung und "Kicker" soll er den Posten aber wohl erst nach der WM im Sommer 2014 in Brasilien übernehmen.

Der 48-jährige Dutt hatte Ende Mai vorzeitig beim DFB um die Auflösung seines Vertrags gebeten und war nach der Zustimmung des Verbands als Chefcoach zum Bundesligisten Werder Bremen gewechselt. Der frühere Bayern-Profi Flick hatte 2006 seine Assistentenstelle bei der DFB-Auswahl angetreten, nachdem Löw als Nachfolger von Jürgen Klinsmann zum Cheftrainer befördert worden war.

Das DFB-Präsidium hatte vor anderthalb Monaten ein neues Anforderungsprofil für den Sportdirektor erstellt. Ein wichtiger Punkt ist dabei, dass Trainingsinhalte und Spielphilosophie der Nachwuchsteams sich noch mehr an der A-Nationalelf orientieren sollen.

Die Unabhängigkeit von Löw

Flick hat sich in den vergangenen Jahren als Bindeglied zwischen der A-Nationalmannschaft und dem Junioren-Bereich etabliert, was sich unter anderem dadurch zeigte, dass er bei allen Tagungen der U-Trainer als Vertreter des Nationalteams dabei war. Der Löw-Assistent verfolgte auch das EM-Debakel der U21 in Israel und analysierte anschließend - ähnlich wie ein Sportdirektor - die Gründe für das frühe Ausscheiden.

Für Flick wäre der Wechsel auf den Job des Sportdirektors die Gelegenheit, seine berufliche Zukunft nach acht Jahren an Löws Seite unabhängig vom derzeitigen Bundestrainer aufzubauen. Im Gespräch mit dem "Kicker" hatte Flick zuletzt mehrfach betont, dass er sich bei allem Gefallen am Teamwork mit Löw natürlich vorstellen könne, selbst in eine verantwortliche Position zu rücken.

Beim DFB hat man sich noch nicht entschieden, ob man den Posten so viele Monate unbesetzt lassen kann. Angedacht war, dass der neue Sportdirektor im Oktober präsentiert wird.

ken/sid



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insgesamt 13 Beiträge
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Seite 1
ttvtt 03.08.2013
1. Trick?
oder verlassen die Ratten, das sinkende Schiff?
Bee1976 03.08.2013
2. Trick ?
Zitat von ttvttoder verlassen die Ratten, das sinkende Schiff?
Das sieht so aus als würde da jemand weiterhin seine Basis festigen, in dem der nächste Vertraute einen wichtigen Posten bekommt...
carlo02 03.08.2013
3. Flick
Flick ist ein erstklassiger zweiter Mann. Ob er die Rolle als erster ausfüllen kann, wird sich zeigen.
fritzfrie 03.08.2013
4. wer in Interviews gerade...
mal in der Lage ist, zwei Sätze halbwegs fehlerfrei zu Ende zu führen, ist als Sportdirektor bei Deutschen Fußball Bund sicher gut geeignet.....
Alias_aka_InCognito 03.08.2013
5.
Zitat von sysopDPAHat die Suche ein Ende? Der Deutsche Fußball-Bund braucht einen neuen Sportdirektor. Als heißer Kandidat für den Posten wird nun Joachim Löws Assistent Hansi Flick gehandelt. http://www.spiegel.de/sport/fussball/hansi-flick-ist-heisser-kandidat-auf-den-dfb-sportdirektor-posten-a-914665.html
Toll, beim DFB haben immer mehr Leute hohe Positionen, die selbst nie Fußballer waren oder höchstens unterklassig gespielt haben. Man sollte sich merken, dass die letzten Bundestrainer, die Titel geholt haben, selbst ehemalige Nationalspieler waren und auch Europa- und Weltmeister. Mit der Spätzlekonnedschen beim DFB wird es nix mit erfolgreicher Nationalmannschaft.
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