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Heimsieg über Köln Bayern holt in Unterzahl die Herbstmeisterschaft

Bayern vs. Köln: Ribérys Dummheit
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DPA

Der FC Bayern München siegt auch ohne großen Glanz: Mit dem Erfolg über den 1. FC Köln sichert sich das Team von Trainer Jupp Heynckes den Titel des Herbstmeisters. Getrübt wurde die Freude nur durch den Platzverweis von Franck Ribéry, der sich zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ.

Berlin - Vor dem Spiel sprach alles vom Duell zwischen den besten Torjägern der Liga, Mario Gomez und Lukas Podolski. Zwischendurch schien es aber ein ganz anderer zu werden, der im Mittelpunkt der Partie zwischen dem FC Bayern München und dem 1. FC Köln stand: Franck Ribéry gelang es allerdings auch mit seinem frühen Platzverweis nicht, den Bayern das letzte Heimspiel des Jahres zu verderben. Selbst in Unterzahl verließen die Bayern am Ende den Platz als klarer Sieger. Mario Gomez (48. Minute), David Alaba (63.) und Toni Kroos (88.) sorgte mit ihren Treffern für einen letztlich ungefährdeten 3:0 (0:0)-Erfolg der Münchner. Die Bayern dürfen sich jetzt auch ganz offiziell Herbstmeister nennen.

Eine gute Stunde musste das Team in Unterzahl agieren, weil Ribéry sich in der 32. Minute zu einer Tätlichkeit gegen den Kölner Abwehspieler Henrique Sereno hinreißen ließ. Sereno und Ribéry waren nach einem Hinfallen des Franzosen im Kölner Strafraum aneinander geraten, weil der Gäste-Verteidiger eine Schwalbe Ribérys moniert hatte. Schiedsrichter Guido Winkmann hatte beiden Kontrahenten zunächst Gelb gezeigt. Danach jedoch deutete Ribéry einen Kopfstoß in Richtung Serenos an - das reichte dem Unparteiischen, um den Franzosen vom Feld zu schicken.

Es war ohnehin nicht Ribérys Tag, dieser Freitag. Einige Stunden zuvor hatte ein Luxemburger Gericht den Mittelfeldspieler zur Zahlung von fast drei Millionen Euro an Ribérys früheren Berater verurteilt. Dies schien den 28-Jährigen belastet zu haben - und die Erinnerung ging zurück an das Champions-League-Halbfinale 2009 der Bayern gegen Olympique Lyon. Vor dem Spiel waren die Meldungen über Ribérys Beziehungen zu einer Prostituierten öffentlich geworden, Ribéry reagierte mit einem brutalen Foul gegen einen Lyon-Verteidiger und flog ebenfalls vom Platz.

Nach der Pause ein entschlossenes Bayern-Team

Bis zur Gelb-Roten Karte waren die Bayern deutlich überlegen, große Chancen hatten sich aber auch mit elf gegen elf nicht ergeben. Höhepunkte gab es denn auch kaum. Nach dem Feldverweis für Ribéry war der Druck der Bayern zunächst komplett dahin. Sie brauchten die Halbzeitpause, um sich auf die neue Spielsituation einzustellen.

Aus der Kabine kam ein stürmisches, fast grimmiges Bayern-Team aufs Feld zurück. In der 47. Minute hatte erst Thomas Müller die Führung auf dem Fuß, war vor dem Tor aber zu unentschlossen. Eine Minute später war es soweit: Kölns Abwehrchef Pedro Geromel vertändelte in der eigenen Hälfte den Ball, Anatoli Tymoschtschuk brachte den Ball zu Thomas Müller in den Strafraum, der legte quer auf Gomez, der nur noch einschieben musste. Kölns Keeper Michael Rensing, wie Podolski ein Rückkehrer an seine alte Wirkungsstätte, war chancenlos.

Damit war das Spiel - Unterzahl hin oder her - quasi entschieden. Die Kölner waren viel zu harmlos und nicht in der Lage, von ihrem vor Spielbeginn verordneten Defensivkonzept abzurücken, nachdem sie einen Mann mehr auf dem Platz hatten. Sie verharrten auch weiterhin in ihrer abwartenden, fast eingeschüchterten Haltung und trauten sich im Angriff fast gar nichts zu. Und Podolski, seit Wochen in bestechender Form und seit Wochen in den Dauer-Schlagzeilen? Von ihm war nichts zu sehen. Nach 68 Minuten wurde er ausgewechselt.

Zu diesem Zeitpunkt machten sich die Gäste ohnehin keine Illusionen mehr darüber, wie ihr Auftritt in München enden würde. Denn der eingewechselte David Alaba hatte kurz zuvor einen Eckball von Kroos aus kürzester Entfernung zum 2:0 ins Tor gedrückt. Spätestens da hatten sich die Gesichtszüge der Bayer-Granden auf der Tribüne entspannt und auf Vorweihnachtsfreude umgeschaltet. Der 1. FC Köln, der in der neuen Münchner Arena zuvor noch nie verloren hatte, war an diesem Abend kein Gegner für den Herbstmeister.

Den Schlusspunkt setzte Toni Kroos zwei Minuten vor dem Abpfiff mit dem 3:0. Drei Tore in Unterzahl, das sprach an diesem Abend ebenso sehr für die Bayern wie gegen den 1. FC Köln.

Bayern München - 1. FC Köln 3:0 (0:0)
1:0 Gomez (48.)
2:0 Alaba (63.)
3:0 Kroos (88.)
Bayern München: Neuer - Rafinha, van Buyten, Badstuber, Lahm - Tymoschtschuk, Kroos - Robben (76. Luiz Gustavo), Müller (52. Alaba), Ribéry - Gomez (78. Olic)
1. FC Köln: Rensing - Jemal, Geromel, McKenna, Sereno - Brecko (14. Makino), Clemens (69. Roshi), Riether, Peszko - Jajalo - Podolski (68. Freis)
Schiedsrichter: Winkmann
Zuschauer: 69.000
Gelbe Karten: - / Sereno, Jajalo. Peszko, McKenna
Gelb-Rote Karte: Ribéry (32.)

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insgesamt 21 Beiträge
günter1934 16.12.2011
Jetzt wird es wieder langweilig....
Jetzt wird es wieder langweilig....
Barimaan 16.12.2011
Achtung, Herr Ahrens schreibt einen wohlwollenden Artikel über FC Bayern! Bisher konnte ich keine Ironie feststellen...
Achtung, Herr Ahrens schreibt einen wohlwollenden Artikel über FC Bayern! Bisher konnte ich keine Ironie feststellen...
kht56 16.12.2011
Nun hat der Koelner dem Dortmundtrainer den Ball zurueckgespielt! Kein Tor, nicht mal gegen 10 Bayern. Qud.
Nun hat der Koelner dem Dortmundtrainer den Ball zurueckgespielt! Kein Tor, nicht mal gegen 10 Bayern. Qud.
Man kann es nur als erbärmlich bezeichnen was manche Mannschaften doch unter Fussball verstehen. Da spielt eine Mannschaft einen Fussball in der ersten deutschen Bundesliga, von der doch immer noch Leute behaupten sie sei die [...]
Man kann es nur als erbärmlich bezeichnen was manche Mannschaften doch unter Fussball verstehen. Da spielt eine Mannschaft einen Fussball in der ersten deutschen Bundesliga, von der doch immer noch Leute behaupten sie sei die stärkste Liga in Europa, bei der an der Strafraumgrenze eine Fünfer Kette steht, drei Meter weiter vorn eine Vierer Kette und Podolski noch ein paar Meter weiter davor rumtrabt... Köln hatte im gesamten Spiel nicht eine einzige Torchance, selbst mit 11 gegen 10 und trotz Unterzahl waren die Bayern immer noch haushoch überlegen. Der einzige der durch echtes Fussballspiel auffiel war Geromel, ein ausgezeichneter Defensivspieler, der leider selber den entscheidenden Fehler machte der zum ersten Tor führte.
JJJT 17.12.2011
Hat der Autor ein anderes Spiel als ich gesehen? Die gelbe Karte bekam Ribery nach dem Kopfstoss und die Gelb-Rote nachdem er meinte noch einen drauf legen zu müssen und mit seiner Faust an die Kehle des Kölner Spielers [...]
Zitat von sysopDer FC Bayern München siegt auch ohne großen Glanz: Mit dem Erfolg über den 1. FC Köln sichert sich das Team von Trainer Jupp Heynckes den Titel des Herbstmeisters. Getrübt wurde die Freude nur durch den Platzverweis von Franck Ribéry.* Heimsieg*über Köln: Bayern holt in Unterzahl die Herbstmeisterschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,804352,00.html)
Hat der Autor ein anderes Spiel als ich gesehen? Die gelbe Karte bekam Ribery nach dem Kopfstoss und die Gelb-Rote nachdem er meinte noch einen drauf legen zu müssen und mit seiner Faust an die Kehle des Kölner Spielers ging...
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