Pfeifkonzert für Helene Fischer Ohrenbeben

Fußballfans buhten Helene Fischer während ihrer Halbzeitshow beim DFB-Pokal aus. Sollen Musikstars überhaupt bei Fußballspielen auftreten? Stimmen Sie ab.

AFP

Der DFB-Pokal ist nicht der Super Bowl. Und Helene Fischer ist eben nicht die deutsche Antwort auf Lady Gaga: Eigentlich sollte die erfolgsverwöhnte Sängerin für die Pausenunterhaltung in der Halbzeit des Endspiels zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt sorgen. Das tat sie auch, aber anders als gedacht. Der Großteil der Fußballfans buhte sie nämlich aus und begleitete ihr Medley mit anhaltenden Pfiffen.

Und schon begann die Spekulation: Wurde Fischer vor allem von der Eintrachtkurve ausgebuht, weil sie angeblich BVB-Fan ist? Eintracht Frankfurts Sportdirektor Fredi Bobic hielt von der Gesangseinlage jedenfalls nichts: "Das hat beim Pokalfinale nichts zu suchen, weil wir Fußball spielen", sagte er. "Die wahren Fans des Fußballs haben in der Halbzeitpause keine Lust darauf."

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Sollten Musikstars in der Halbzeit von Fußballspielen auftreten?

Helene Fischer selbst sagte nach ihrem Auftritt in der ARD-Show "Sportschau Club": "Ich bin kein ausgewiesener Dortmund-Fan. Ich bin ziemlich neutral, muss ich sagen. Und ich hab ganz ehrlich von ganzem Herzen beiden Mannschaften die Daumen gedrückt."

Der DFB hat mittlerweile auch reagiert: "Wir analysieren nach jedem Pokalfinale die Abläufe, das werden auch in diesem Jahr tun. Danach entscheiden wir, was wir beibehalten oder verändern."

Erst letzte Woche trat in München Anastacia bei dem Spiel zwischen FC Bayern und SC Freiburg auf. Ihre Halbzeitshow erntete ähnlich viel Kritik, jedoch aus einem anderen Grund. Weges des Auftritts der Sängerin konnte es nach der Pause nicht rechtzeitig losgehen. "Was halt echt genervt hat, war nach der Halbzeit, dass du nicht anfangen kannst zu kicken. Das sind dann so Dinge, wo du aufpassen musst", sagte Freiburgs Trainer Christian Streich nach dem Spiel und meinte damit offenbar die Vermischung von Sport und Show-Elementen.

Nicht nur die Kommerzialisierung von Fußballspielen wird kritisiert. Die ARD wird auch kritisiert, weil offenbar auch der Ton des Pfeifkonzerts heruntergeregelt wurde. Bis jetzt reagierte die ARD jedoch noch nicht auf den Vorwurf.

Das Spiel lief auch bei Sky. Der Bezahlsender schaltete mitten im Auftritt einfach Werbung.

ipp/dpa



insgesamt 48 Beiträge
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Seite 1
lorenzino 28.05.2017
1. Showeinlage
Klar das die Menge buht...Helene Fischer ist unerträglich. Wenn dann hätte man die Sportfreunde oder ähnliches bringen sollen.Aber so weit ist es nun gekommen. Der Sport wird immer mehr zur Show. Mich interessiert nur was auf den Platz passiert...was Stars, Sternchen oder sonstige Dampfplauderer meinen geht mir soweit am A.... vorbei.
volker_morales 28.05.2017
2. Die Kommerzialisierung des Fußballs
schreitet voran. Gemacht wird, was den Vermarktungswert des Events erhöht. Leider eine Denke, die insbesondere auch von Oliver Bierhoff verkörpert wird. Die Pfiffe waren grob unhöflich, keine Frage. Aber auch dem DFB und der ARD sollte bekannt sein, dass man gutes Benehmen kann von den lustigen Gesellen in den Fanblöcke nun mal nicht erwarten kann.
henrikw 28.05.2017
3. Halbzeitprogramm
Warum nicht die Halbzeit mit Showprogramm füllen. Der HF Auftritt war das einzige Highlight zwischen dem langweiligen Gekicke. Danke, ARD, dass ihr das Pfeifkonzert weitesgehend ausgeblendet habt. Der dt. Fußballproll ist halt nicht vergleichbar mit dem NFL-Fan der einfach nur eine gute Stimmung und Party haben will. Klar wird dort auch manchmal hitzig über das Game diskutiert, aber nicht zur Religion erhoben wo sich die Fanatiker die Köpfe einschlagen.
IvicaMarkovic 28.05.2017
4.
Warum wird über Musik in der Halbzeitpause diskutiert? Ich dachte, es ist nur Helene Fischer aufgetreten.
kabayashi 28.05.2017
5. Der gute DFB
ist so meilenweit weg von den Fans. Unfassbar, dass man H.F. trällern lässt. Ein unwürdiges Spektakel.
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