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Diskussion um Gelbsperren: Rummenigge attackiert DFB-Richter

Karl-Heinz Rummenigge Zur Großansicht
DPA

Karl-Heinz Rummenigge

Wenn man keine Gegner mehr hat, sucht man sich welche: Karl-Heinz Rummenigge hat dem DFB-Gericht eine "Herabwürdigung" des FC Bayern vorgeworfen. Ein Richter "sollte vorsichtig sein", warnt der Münchner Boss.

Der Streit über die Sperren, die sich Bundesligaprofis vor Spielen gegen Bayern München vermeintlich absichtlich einhandeln, ist um eine Facette reicher: Karl-Heinz Rummenigge hat das DFB-Gericht kritisiert, das Geldstrafen gegen die beiden Bremer Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz verhängt hatte.

Rummenigges Tadel galt aber nicht den Sanktionen gegen die Bremer. Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern monierte die Begründung von Richter Hans E. Lorenz. Der hatte sein Urteil unter anderem damit begründet, dass es den Wettbewerb verzerre, wenn die Münchner regelmäßig gegen durch Sperren geschwächte Gegner antreten würden.

Darin sieht Rummenigge "herabwürdigende Äußerungen" gegen den FC Bayern: "Durch so eine Aussage wird die sportliche Leistung des FC Bayern diskreditiert." Der Bayern-Boss unterstellte dem Gericht indirekt sogar Voreingenommenheit gegenüber dem Rekordmeister: "In meinem Verständnis sind Richter neutrale Organe."

Rummenigges vom FC Bayern auf seiner offiziellen Website veröffentlichte Stellungnahme endete in einer Warnung an den Richter: "Herr Lorenz sollte vorsichtig sein, wenn er den FC Bayern öffentlich, und sei es auch nur indirekt, in den Zusammenhang einer Wettbewerbsverzerrung stellt."

Verwundert hat Lorenz selbst reagiert: "Ich habe nie etwas gegen Bayern München gesagt. Ich stehe aber zu meiner Aussage, die sich nicht auf den FC Bayern, sondern auf die anderen Mannschaften bezieht", sagte der 65-Jährige.

rae/sid

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insgesamt 46 Beiträge
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1. Ach der Rummenigge
antares56 12.03.2016
Man sollte ihm nicht mehr zuhören! Soll er lieber mit seinem Geld spielen! Vielleicht fällt ja mal wieder irgendwo eine Uhr für ihn ab?
2. Autsch.
SK3112 12.03.2016
Da ist aber jemand empfindlich! Dass KHR ein Sensibelchen ist, weiß man. Interessant ist lediglich, auf welche Reizworte er reagiert. Und dass dazu auch "Wettbewerbsverzerrung" gehört, lässt tief blicken.
3.
Oihme 12.03.2016
Es ist ja nicht die erste, schlimme Entgleisung des Herrn Rummenigge in der letzten Zeit. Nach dem Vorwurf der Parteilichkeit und anderen, persönlichen Herabsetzungen gegen Schiedsrichter Gagelmann nach dem verlorenen Pokal-HF kamen von KHRdie unverblümte Drohungen gegen den DFB, dieser werde bald "Stress" mit dem FC Bayern bekommen. Jetzt folgen ehrabschneidende Vorwürfe gegen einen DFB-Richter. Es rächt sich nun für DFB und DFL, jahrelang mit den Pöbeleien und Ausfällen des Münchener Vereinsbosses viel zu nachsichtig umgegangen zu sein.
4.
spadoni 12.03.2016
Der getroffene Hund bellt Herr Rummenigge!! Dabei galt der Tadel nicht dem FCB sondern eher den anderen betroffenen Vereinen/Spieler. Und dann auch noch dem DFB Gericht drohen, unterste Schublade. Was glauben diese Leute eigentlich wer sie sind!!!!¨¨
5. Schön vorsichtig Herr Rummenigge,
trohejoe 12.03.2016
der Richter hat ja prinzipiell recht mit der Aussage aber die Wettbewerbsverzerrung betrifft wohl eher die unteren Tabellenregionen. Der eigentliche Skandal ist die Bestrafungshöhe für die eklatanten Fehlverhalten der Spieler.
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