Sieg für Hertha BSC Frankfurts Höhenflug ist vorerst beendet

Zweite Niederlange in Folge: Eintracht Frankfurt schwächelt nach der bisher so starken Hinrunde. Gastgeber Hertha BSC reichte eine Standardsituation in einer hektischen Bundesligapartie zum Sieg.

Marko Grujic mit dem Siegtreffer für Hertha
AFP

Marko Grujic mit dem Siegtreffer für Hertha


Auf dem Papier war dies eine Partie für gehobene Ansprüche: Die wieder erstarkte Hertha aus Berlin gegen die Überraschungsmannschaft der Hinrunde, Eintracht Frankfurt. Aber auf dem Platz entwickelte sich eine zähe Auseinandersetzung mit vielen Fouls und Zweikämpfen. Fast folgerichtig, dass das einzige Tor des Tages durch eine Standardsituation erzwungen wurde: Hertha gewann 1:0, weil Marko Grujic einen Eckball ins Frankfurter Tor köpfte.

Die Eintracht verpasste durch die zweite Niederlage nacheinander den Sprung auf Platz drei, die Berliner dagegen haben jetzt nach Punkten zu Frankfurt aufgeschlossen.

Mühsam kamen beide Mannschaften ins Spiel, vom hochgelobten Dreiersturm der Gäste aus Luka Jovic, Ante Rebic und Sébastien Haller war nur wenig zu sehen, die Berliner Defensive hatte das Trio über die meiste Zeit gut im Griff. Auf der anderen Seite gelang es aber auch der Hertha nur selten, das Frankfurter Tor in Bedrängnis zu bringen. Da auch Schiedsrichter Schlager eine kleinliche Linie fuhr, war das Spiel immer wieder unterbrochen. Spielfluss konnte man vergessen, das Tor nach 40 Minuten fiel aus dem Nichts.

So entwickelte sich erst in der zweiten Halbzeit eine interessantere Auseinandersetzung, weil die Eintracht mehr und mehr auf Angriff setzen musste. Dann gab es auch Chancen auf beiden Seiten zu sehen, die beiden guten Torhüter Kevin Trapp und Rune Jarstein bekamen jetzt zu tun. Mehr als ein Abseitstor der Berliner durch Davie Selke kam aber nicht zustande. Kurz vor dem Abpfiff reklamierte die Eintracht für sich einen Foulelfmeter, nachdem Grujic Jovic gehalten hatte. Aber weder der Schiedsrichter noch der Videoassistent rührten sich. So bleib es beim 1:0.

Hertha BSC - Eintracht Frankfurt 1:0 (1:0)
1:0 Grujic (40.)
Berlin: Jarstein - Lazaro, Lustenberger, Torunarigha, Plattenhardt - Grujic, Maier (90. Skjelbred) - Leckie, Kalou (65. Mittelstädt) - Selke, Ibisevic (81. Duda).
Frankfurt: Trapp - Salcedo, Hasebe, Ndicka - da Costa (81. Müller), Fernandes (72. Willems), de Guzman, Kostic - Rebic (72. Gacinovic) - Jovic, Haller.
Schiedsrichter: Schlager
Zuschauer: 48.000
Gelbe Karten: Selke / -

aha



insgesamt 6 Beiträge
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der_dr_Nickel 08.12.2018
1. Wir-retten-euch-doch-alle...
(kleiner Scherz für Forenteilnehmer!) ...letzte Woche Bruno und heute Paul ;-)) Adi muss sich wohl langsam einen anderen Matchplan überlegen, m.M. Denn schnell über außen, und in der Mitte richten es dann zwei, drei Spieler, ist mittlerweile gut bekannt. Gratulation an die alte Dame alles richtig gemacht. Leider trägt Bibiana gerne Blau-Weiß! egal. Daran lag es nicht. Adi sollte mehr aus der Mitte operieren, da sind doch genug vorhanden. Was echt nervt: muss jetzt in jedem Stadion „you never walk alone“ gespielt werden? Oder nur da wo die Nation gerettet werden muss?
retterdernation 08.12.2018
2. Wer hätte das gedacht ...
das die Hertha - Frankfurt schlagen wird. Wer hätte das gedacht, das die Eintracht auf einmal abbaut und sich die zweite Niederlage am Stück einfängt. Schade für die Hessen, die wochenlang unbesiegbar erschienen. Für die Berliner läuft es umgekehrt, mit zwei Siegen am Stück - raus aus dem Tief. Das Gerangel um die internationalen Plätze scheint interessant zu werden... die Meisterschaft ist wie jedes Jahr leider wieder langweilig - nur das Gelb, Rot abgelöst hat. Aus Sicht der Berliner - freut man sich erst einmal über den relativ großen Abstand auf die Abstiegsplätze. :-))
Sal.Paradies 08.12.2018
3. Nix ist langweilig
Zitat von retterdernationdas die Hertha - Frankfurt schlagen wird. Wer hätte das gedacht, das die Eintracht auf einmal abbaut und sich die zweite Niederlage am Stück einfängt. Schade für die Hessen, die wochenlang unbesiegbar erschienen. Für die Berliner läuft es umgekehrt, mit zwei Siegen am Stück - raus aus dem Tief. Das Gerangel um die internationalen Plätze scheint interessant zu werden... die Meisterschaft ist wie jedes Jahr leider wieder langweilig - nur das Gelb, Rot abgelöst hat. Aus Sicht der Berliner - freut man sich erst einmal über den relativ großen Abstand auf die Abstiegsplätze. :-))
mein lieber @retterdernation. Sollte die Borussia aus Gladbach morgen gewinnen, sind es lediglich 7Pkt. Rückstand auf den Tabellenführer. Die Bayern sind mit 9Pkt. auch noch in einer Distanz, wo vieles möglich ist. Und was "Langeweile" angeht, wird dies kein Schwarzgelber in D so empfinden. Wie kann es langweilig werden, wenn die Borussia lauter neue Benchmarks aufstellt... ;-)
spon_12 08.12.2018
4.
Frankfurt zeigt keine Schwäche. Frankfurt normalisiert sich.
jan4world 09.12.2018
5. Auch der Adler hätte als Sieger vom Platz fliegen können!
ImStadion sah man kein schönes aber sehr intensives Spiel. Meine alte Dame sehr gut in der Defensive, so dass der Frankfurter Sturm sehr oft auf den Rasen eingeschlagen haben! Das wir als Sieger vom Platz gingen war nicht unverdient aber wie so oft auch mit dem Quäntchen Glück!
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