Verdacht der Steuerhinterziehung: Hoeneß kündigt Klagen gegen Medien an

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Bayern-Präsident Hoeneß: "Es werden einige Wochen ins Land ziehen"

Uli Hoeneß setzt sich zur Wehr: Der unter dem Verdacht der Steuerhinterziehung stehende Bayern-Präsident kündigte juristische Schritte gegen einzelne Medien wegen "ihrer Exzesse in der Berichterstattung" an. In der Sache wollte sich der 61-Jährige dagegen nicht äußern.

Hamburg - Der im Visier der Steuerfahnder stehende Bayern-Präsident Uli Hoeneß will kurzfristig nichts mehr zu seinem Fall sagen. Er droht Medien mit juristischen Schritten. "Gegen die Exzesse in einigen Berichterstattungen werde ich mich anwaltschaftlich zur Wehr setzen", sagte Hoeneß im "Münchner Merkur". Einer Münchner Zeitung kündigte er an: "Für die wird das richtig teuer." Er wies zudem darauf hin, dass er vorerst nichts zum schwebenden Verfahren sagen könne. "Ich werde einige Wochen ins Land ziehen lassen, ehe ich mich äußere."

Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen den 61 Jahre alten Sportfunktionär und Unternehmer wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung, wie der "Focus" gemeldet hatte. Das Nachrichtenmagazin, dessen Herausgeber Helmut Markwort dem Verwaltungsbeirat des FC Bayern angehört, beruft sich auf den ermittelnden Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich und Hoeneß selbst, der bestätigt hatte, im Januar eine Selbstanzeige erstattet zu haben. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) erklärte, schon seit längerem Kenntnis von dem Verfahren zu haben.

Heidenreich selbst will noch keine Angaben über die Dauer der Untersuchungen machen. "Das lässt sich rein zeitlich sehr schwer einschätzen, das hängt immer von der Fallgestaltung ab. Es müssen viele Dinge geprüft werden", sagte der Oberstaatsanwalt mit Blick auf den Fall Hoeneß.

Heidenreich bestätigte, dass die Ermittlungen durch eine Selbstanzeige des Präsidenten des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München im Januar aufgenommen worden seien. Zu Details, Summen oder einer im Raum stehenden Hausdurchsuchung machte er jedoch keine Angaben. Man werde sich nicht zu Einzelheiten äußern.

Aus dem Bayern-Aufsichtsrat gab es zunächst keine Äußerung über den Vorsitzenden des Gremiums. Ein Sprecher des Hauptsponsors Telekom, für den Finanzvorstand Timotheus Höttges im Aufsichtsrat sitzt, verwies darauf, dass es sich um eine Privatangelegenheit von Hoeneß handele. "Kein Kommentar dazu von mir", sagte auch Willi Lemke, als Manager von Werder Bremen langjähriger Widersacher von Hoeneß. "Ich habe auch bei allen Anfragen gesagt, dass ich dazu nicht in einer Talkshow auftreten werde".

aha/dpa

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insgesamt 262 Beiträge
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1. Na...
manitoba 22.04.2013
...endlich. Uli schlägt zurück. Es wurde auch Zeit. Wie im Fall Daum werden alle, die jetzt "Kreuziget ihn!" grölen, zu Kreuze kriechen. Wenn in diesem Land einer integer ist, dann Uli Hoeneß.
2. Barcelona
tuchholzky 22.04.2013
Die Pressekampagne gegen Hoeneß könnte vom FC Barcelona initiiert worden sein. Aber Heynckes und die Mannschaft sind davon nicht beeindruckt. Blödel. ;-)
3. ah, na endlich
gesell7890 22.04.2013
jetzt sind die medien schuld, weil sie einen verbrecher einen verbrecher nennen. merkwürdige logik eines balltreterhirns.
4.
akkronym 22.04.2013
Da wird er sich ein ziemlich blaues Auge abholen.
5. Realitätsverlust
jowinter 22.04.2013
@manitoba: UH hat eine Selbstanzeige gemacht. Solche Selbstanzeigen sind nur dann nötig wenn zuvor das vollendete Delikt der Steuerhinterziehung begangen wurde. UH hat offenbar nach seiner EIGENEN Darstellung Millionen an Steuern nicht ordnungsgemäß abgeführt. Und gleichzeitig im Feensehen gegen Gierbanker und Steuerhinterzieher gewettert. Gehts noch schäbiger?
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