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Hooligan-Attacken Dritte Halbzeit im Abseits

Aggressive Fans: Schauplätze der Gewalt zunehmend außerhalb des StadionsZur Großansicht
REUTERS

Aggressive Fans: Schauplätze der Gewalt zunehmend außerhalb des Stadions

2. Teil: Übergriffe nahmen in den vergangenen Monaten zu

Während es in Leipzig in den vergangenen Monaten weitgehend ruhig war, sorgten andere Hooligan-Attacken für Schlagzeilen.

  • Im November 2009 greifen vermutlich Braunschweig-Hooligans auf einem Vorortbahnhof Fans von Hannover 96 an, die auf der Rückreise von einem Regionalligaspiel in Babelsberg sind. Obwohl rund 35 Polizeibeamte den Zug der 96-Anhänger begleiten, schlagen die rund 30 Angreifer die Fenster mit Baseballschlägern, Steinen und Eisenstangen ein und werfen Rauchkörper in den Zug.
  • Im Januar kreuzen rund 100 vermummte Gestalten - vermutlich Anhänger des 1. FC Union - bei einem Hallenturnier des BFC Dynamo in Berlin auf und greifen Frauen und Kinder an. Zwei Personen werden verletzt.
  • Im Februar treffen auf einem Rasthof in NRW Fußballfans aus Nürnberg und Bremen aufeinander. Laut Polizeibericht kommt es in einem Schnellrestaurant zu einer "Schlägerei, an der etwa 20 bis 30 Personen beteiligt" sind. Hierbei wird das Mobiliar erheblich beschädigt, es entsteht ein Sachschaden von rund 75.000 Euro.
  • Im Februar greifen Hooligans des FC Schalke 04 nach einem Heimspiel Profis des Zweitligisten 1. FC Union Berlin auf dem Parkplatz der Gelsenkirchener Arena hinterrücks an und verletzen zwei Spieler.
  • Ebenfalls im Februar greifen Frankfurt-Hooligans die Räume des Karlsruher Fanprojektes an - ein absoluter Tabubruch in der Szene. Neben einem hohen Sachschaden werden einige Personen verletzt. Ralf Zänger von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte spricht von einer "Zäsur für die Fanprojekte auf Bundesebene".
  • Im März randalieren Rostocker Hooligans vor dem Auswärtsspiel in Paderborn in einer Gaststätte, greifen Polizisten an. Erst ein massives Aufgebot von Sicherheitskräften bekommt die Randalierer in den Griff. Im Februar 2009 hatten 15 vermummte Rostock-Fans friedliche Freiburg-Fans auf einem Vorstadtbahnhof in Mecklenburg-Vorpommern überfallen und ihnen persönliche Gegenstände geklaut. Ein Freiburger Fan wurde verletzt.
  • Im Mai attackieren Hertha-Anhänger auf dem Karneval der Kulturen einen Festwagen des Stadtrivalen TeBe Berlin mit Bierflaschen und Gläsern und brüllten homophobe Parolen.
  • Im Juli rasten Hooligans des 1. FC Köln im österreichischen Tröplach aus, wo der FC sein Trainingslager absolviert. Mehrere Anhänger randalieren nach einem Testspiel gegen den RC Lens in einem Lokal, werfen Gläser, Stühle und Tische auf Unbeteiligte. Vier Menschen werden verletzt.

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insgesamt 69 Beiträge
a2m 23.08.2010
gibt es keinen sicheren beleg dafür, daß es sich tatsächlich um hooligans gehandelt hat. denn nicht jeder gewalttäter am und um den fußballplatz ist auch tatsächlich ein hooligan. taten dieser kategorie stammen erfahrungsgemäß [...]
gibt es keinen sicheren beleg dafür, daß es sich tatsächlich um hooligans gehandelt hat. denn nicht jeder gewalttäter am und um den fußballplatz ist auch tatsächlich ein hooligan. taten dieser kategorie stammen erfahrungsgemäß eher aus der ultra-szene, die mit hooligans wenig bis gar nichts zu tun hat. zumindest in den dt.sprachigen ländern. bei vielen vereinen haben hooligans und ultras ein schlechtes verhältnis. die durchschnittlich älteren hooligans haben keine hohe meinung von den ultras, deren choreographien, dauergesängen etc. nochmal zum mitschreiben: nicht jeder gewalttäter am und um den fußballplatz ist auch tatsächlich ein hooligan.
Thyphon 23.08.2010
Who Cares? Gewalttäter = Gewalttäter = Idioten = gehören weggesperrt Gerade hab ich hier auf SPON den Artikel über die Heimkehrer aus den sibirischen Arbeitslagern gelesen. Vielleicht wäre sowas für diese [...]
Zitat von a2mgibt es keinen sicheren beleg dafür, daß es sich tatsächlich um hooligans gehandelt hat. denn nicht jeder gewalttäter am und um den fußballplatz ist auch tatsächlich ein hooligan.
Who Cares? Gewalttäter = Gewalttäter = Idioten = gehören weggesperrt Gerade hab ich hier auf SPON den Artikel über die Heimkehrer aus den sibirischen Arbeitslagern gelesen. Vielleicht wäre sowas für diese Ultras/Hooligans/Schwachköpfe die ideale Strafe. Wenn diese Idioten zu viel Testosteron, Energie und Langeweile haben, sollen sie sich doch 1 oder 2 Jahre in einem Arbeitslager bei schwerer körperlicher Arbeit abreagieren. Dabei würden sie mit Sicherheit erkennen, wie schwachsinnig diese Gewaltorgien sind, die sie under dem Dekmantel des Fussbalsports betreiben und den Wert des Lebens und der Gesundheit zu schätzen lernen.
venividivodka 23.08.2010
[QUOTE=a2m;6089559]gibt es keinen sicheren beleg dafür, daß es sich tatsächlich um hooligans gehandelt hat. denn nicht jeder gewalttäter am und um den fußballplatz ist auch tatsächlich ein hooligan. taten dieser kategorie [...]
[QUOTE=a2m;6089559]gibt es keinen sicheren beleg dafür, daß es sich tatsächlich um hooligans gehandelt hat. denn nicht jeder gewalttäter am und um den fußballplatz ist auch tatsächlich ein hooligan. taten dieser kategorie stammen erfahrungsgemäß eher aus der ultra-szene, die mit hooligans wenig bis gar nichts zu tun hat.QUOTE] Ich bin bewegt. Und erleichtert. Und ich danke a2m für den erhellenden Beitrag. Die guten Dufte-Kumpel-Hooligans sind's also nicht - sondern - und die Unterscheidung ist total wichtig! - die bösen bösen Ultras. Ich behaupte mal: Es sind nicht die Ultras. Sondern die Mega-Super-Duper-Ultras. Nich jeder Ultra ist ein schlimmer Finger - Nein, Gott bewahre! - sondern nur die Mega-Super-Duper-Ultras. Ehrlich. Wirklich. Ganz bestimmt! Sag mal, a2m - sonst ist aber bei Dir alles klar, oder? Nebenbei: Fussballfans - das sind die Typen, die früher ins Colosseum zum Spiel Löwe vs. Christ gingen. Also die Creme de creme der Gesellschaft... Hm. Hab' noch nie gehört, das Hallenhalma-Fans prügelnd, besoffen, randalierend durch die Gegend zogen. Ich höre das immer nur von Fussballfans, Linken Autonomen und Rechten. Deppen halt. Schön, daß Du, lieber a2m da so toll zu differenzieren weißt. (kicher!)
dayo 23.08.2010
interessant, prügeln die auch unterschiedlich? wie wäre es, probeweise mal eine bundesligasaison ausfallen zu lassen, um dann zu sehen, ob sich die lieben kleinen nach einem jahr wieder beruhigt haben?
Zitat von a2mgibt es keinen sicheren beleg dafür, daß es sich tatsächlich um hooligans gehandelt hat. denn nicht jeder gewalttäter am und um den fußballplatz ist auch tatsächlich ein hooligan. .. nochmal zum mitschreiben: nicht jeder gewalttäter am und um den fußballplatz ist auch tatsächlich ein hooligan.
interessant, prügeln die auch unterschiedlich? wie wäre es, probeweise mal eine bundesligasaison ausfallen zu lassen, um dann zu sehen, ob sich die lieben kleinen nach einem jahr wieder beruhigt haben?
specchio 23.08.2010
Kürzlich habe ich einen rumlaufen sehen, der hatte ein schwarzes T-Shirt an mit der Aufschrift "Hooligan". Aber erstens war er alleine und zweitens so durchtrainiert wie ein Kuchenteig. Davon ging also keine Gefahr aus, [...]
Kürzlich habe ich einen rumlaufen sehen, der hatte ein schwarzes T-Shirt an mit der Aufschrift "Hooligan". Aber erstens war er alleine und zweitens so durchtrainiert wie ein Kuchenteig. Davon ging also keine Gefahr aus, wäre aber eine Gelegenheit gewesen, falls er ein paar Teenager erschreckt hätte, zum Bildhelden zu werden. Eigentlich wollte ich sagen, dass ich es, bei allem Respekt gegenüber den Opfern, äußerst befremdlich finde, dass sich stets eine breite Anhängerschaft in der "weichen" Bevölkerung findet für jedwede gewalttätige Gruppe. Vielleicht war das alles, was H. wusste.
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