Hooligan-Krawalle Fortuna Düsseldorf verbietet Kleidung von "HoGeSa"

Zweitligist Fortuna Düsseldorf hat auf die Hooligan-Krawalle reagiert. Als erster Profi-Fußballverein hat die Fortuna in ihrem Stadion Kleidung verboten, mit der Anhänger ihre Zugehörigkeit zu der Gruppierung "Hooligans gegen Salafisten" zeigen.

Hooligan bei Demonstration in Köln: Fortuna Düsseldorf verbietet Kleidung
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Hooligan bei Demonstration in Köln: Fortuna Düsseldorf verbietet Kleidung


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Fortuna Düsseldorf hat das Tragen von Kleidungsstücken und Symboliken mit den Aufschriften der Hooligan-Vereinigung "HoGeSa" (Hooligans gegen Salafisten) untersagt. Der Zweitligist wird das Verbot als erster Profi-Fußballverein in seine Stadionordnung aufnehmen. Gleiches gilt für das Zeigen des Schriftzuges "GnuHonnters". Auch unter diesem Namen haben sich rechtsgerichtete Hooligans vereinigt.

"Insbesondere das gewaltverherrlichende Potenzial beider Verbindungen und der offen zur Schau gestellte, fremdenfeindliche Hintergrund der Verbindung 'Hooligans gegen Salafisten' lässt keinen Spielraum für eine Tolerierung dieser Symboliken bei Veranstaltungen von Fortuna Düsseldorf", hieß es in einer Stellungnahme des Vereins.

Die Gruppierung hatte am Sonntag durch gewaltsame Ausschreitungen nach einer Demonstration in Köln bundesweit Aufsehen erregt. Bei dem Aufmarsch von rund 4500 Demonstranten hatte es schwere Zusammenstöße mit der Polizei gegeben, dabei wurden 44 Beamte verletzt. 17 Personen wurden vorübergehend festgenommen.

Bei einem Marsch durch die Kölner Innenstadt kam es zu Flaschenwürfen gegen Polizisten und Journalisten sowie zum Einsatz von Pyrotechnik. Die Beamten setzten zwei Wasserwerfer, Pfefferspray und Schlagstöcke ein.

tim/sid/dpa

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