US-Fußballerin US-Verband sperrt Hope Solo für sechs Monate

Der US-amerikanische Fußballverband hat seine Nationaltorhüterin wegen beleidigender Aussagen für ein halbes Jahr gesperrt. Hope Solo selbst zeigte sich enttäuscht, vermied aber eine Entschuldigung.

Hope Solo
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Hope Solo


Nationaltorhüterin Hope Solo ist vom US-amerikanischen Fußballverband wegen beleidigender Äußerungen während der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro für sechs Monate gesperrt worden. Die Kommentare von Solo nach dem verlorenen Viertelfinale gegen Schweden seien inakzeptabel gewesen und würden den Erwartungen an Nationalspieler nicht entsprechen, hieß es in einem Statement des amerikanischen Verbands.

Mit ihren abfälligen Äußerungen habe Solo gegen die olympischen Grundgedanken von Fair-Play und einem respektvollen Umgang der Athleten untereinander verstoßen, sagte Präsident Sunil Gulati.

Die 35 Jahre alte Solo hatte nach dem Ausscheiden ihres Teams im Viertelfinale des olympischen Fußballturniers die schwedische Mannschaft als einen "Haufen Feiglinge" bezeichnet. Die dreimalige Goldmedaillengewinnerin hatte sich über die defensive Spielweise der Skandinavierinnen ereifert.

Anfang 2015 war Solo bereits einmal vom US-Verband für 30 Tage gesperrt worden, nachdem Medien über die Festnahme von Solos Ehemann Jerramy Stevens wegen Trunkenheit am Steuer eines US-Teamvans berichtet hatten. Bei dem Vorfall während des Trainingslagers in Los Angeles soll sich Beifahrerin Solo damals "streitlustig" verhalten haben.

In einem Tweet brachte Solo ihre Enttäuschung über die verhängte Sperre zum Ausdruck. Ohne sich explizit für ihre Aussagen zu entschuldigen, stellte sie die Hingabe heraus, mit der sie in ihren 17 Jahren als Teil der US-amerikanischen Nationalmannschaft ihrem Job nachgegangen sei.

lst/dpa

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insgesamt 38 Beiträge
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Bueckstueck 25.08.2016
1.
Ich habs damals geschrieben und bleibe dabei: Sie hatte recht mit der Aussage. Hat man ja auch in den folgenden Spielen gesehen. Erst wenn die Schwedinnen mussten, haben sie so angefangen zu spielen wie sie es können - und das finde ich unerträglich. Wenn ein Team defensiv mauert weil es nicht anders kann, ist das was anderes. Darüber hinaus wird ja gerade hier im SPON Forum immer nach Lautsprechern verlangt "die sagen was sie denken"...
Deckard 25.08.2016
2. Richtig so
Ich finde ihre Aussagen gehen gar nicht. So darf man nicht über andere Athleten sprechen. Außerdem ist es die Aufgabe der Schwedinnen aus ihrem Talent den maximalen Erfolg zu erzielen und nicht möglichst attraktiv zu spielen. In einem offenen Schlagabtausch hätten sie vermutlich keine Chance gehabt. Also nicht feige sondern clever. Die Frage sollte sein, warum die USA trotz größerem Talent es nicht geschafft hat Schweden zu schlagen.
noalk 25.08.2016
3. 6 Monate sind erträglich
Ich kenne den Wortlaut ihrer Äußerungen nicht. Allerdings hat auch sie sich dem Olympischen Eid der Athleten verpflichtet, und in dem ist auch von "ritterlichem Geist" die Rede. Vielleicht weiß Solo ja mit Rittern nix anzufangen.
schgucke 25.08.2016
4. wie bitte? dafür gesperrt werden??
in Schweden konnte ein ungehobelter Patron wie Ibrahimovic wachsen, erblühen und uneingeschränkt agieren, die werden ihre Äußerung schon nicht heulend auf die Goldwaage gelegt haben.
horstenporst 25.08.2016
5. übertrieben
Klar war die Aussage unsportlich, aber 6 Monate Sperre für einen dummen Spruch? Wer seinen Gegner übel von den Beinen tritt wird für ein paar Spiele gesperrt. Da will wohl jemand ganz besonders politisch korrekt sein.
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