Nordrivalen 96 und Braunschweig Heldt fürchtet Krawalle wegen Spielansetzung

Hannover 96 und Eintracht Braunschweig absolvieren ihre Auswärtsspiele an demselben Tag und in derselben Region. Für 96-Sportdirektor Horst Heldt provozieren DFB und DFL dadurch Krawalle zwischen den verfeindeten Fans.

Horst Heldt
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96-Manager Horst Heldt hat aus Sorge vor Fan-Krawallen die Spielansetzung für Hannovers Bundesliga-Partie am 22. September beim 1. FC Nürnberg kritisiert. 90 Minuten vor der Partie der Niedersachsen beim Aufsteiger in Franken wird in rund hundert Kilometer Entfernung das Drittliga-Spiel von Eintracht Braunschweig bei den Würzburger Kickers angepfiffen. "Diese Ansetzung ist nicht nachvollziehbar, das ist mehr als unglücklich", sagte Heldt der "Bild"-Zeitung.

Die Fans von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig sind verfeindet. Bei direkten Duellen war es in der Vergangenheit zu diversen Zwischenfällen gekommen. "Es wirkt so, das sage ich aber bewusst mit einem Fragezeichen, als ob sich die DFL und der DFB nicht abgesprochen hätten", sagte Held dem Portal "Sportbuzzer".

Probleme könnte es speziell bei der Anreise auf Bahnhöfen geben, fürchtet Heldt. "Natürlich können sich Fans immer irgendwo treffen, und es ist überhaupt nicht gesagt, dass etwas passiert, aber mit so einer Spielansetzung ein zusätzliches Risiko einzugehen - das verstehe ich nicht."

aha/dpa



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arrigo11 13.09.2018
1. Stimmt nicht
Die Fangruppen aus Hannover und Braunschweig sind nicht verfeindet. Sie feuern lediglich ihre Mannschaften an. Gemeint sind sicherlich die Hooligans, Neonazis, Schwachköpfe und Säufer. Die machen aber allenfalls 33 Prozent aus. Wie in anderen Clubs auch.
Nonvaio01 13.09.2018
2. wiebitte?
das ist der falsche ansatz denke ich. Nur weil einige idioten sich nicht benhemen koennen? Wer krawall macht sollte gleich verhaftet werden, leider ist unsere polizei und unser Gesetz da viel zu zimperlich. Verhaftet, schnell gericht, und weg. Dann hoeren krawalle auch schnell auf. Die Aussage von Heldt ist ein Armutszeugnis.
dr.joe.66 13.09.2018
3.
Zitat von Nonvaio01das ist der falsche ansatz denke ich. Nur weil einige idioten sich nicht benhemen koennen? Wer krawall macht sollte gleich verhaftet werden, leider ist unsere polizei und unser Gesetz da viel zu zimperlich. Verhaftet, schnell gericht, und weg. Dann hoeren krawalle auch schnell auf. Die Aussage von Heldt ist ein Armutszeugnis.
Die Polizei führt nur Anweisungen aus. Das Problem ist eher die Rechtssprechung, die zu lasch ist. Aber die Vereine selbst könnten ja mal etwas gegen ihre so genannten Fans machen. Z.B. personalisierte Eintrittskarten, Identifizierung von Krawall-Machern im Stadion durch Video-Überwachung, Liga-weite Listen von Verstößen gegen Hausregeln, Ausschluss von Problem-Fans von allen Spielen auf Lebenszeit. All das gibt es z.B. in der NFL. Dort kann ich entspannt mit Kindern ins Stadion gehen und sogar in gemischten Fan-Blocks sitzen. Auch hier wären mindestens 98% der echten Fans dankbar wenn die Vereine endlich die Idioten aus dem Stadion rauswerfen würden.
july1969 13.09.2018
4.
Also wenn schon der Manager eines beteiligten Fußballvereins eine Gefährdung der Öffentlichkeit bzw. des Allgemeinwohls befürchtet, gibt es doch nur eine mögliche Konsequenz? Beide Spiele absagen bzw. wegen der Befürchtung das im Rahmen dieser Spiele Straftaten begangen werden, ganz einfach verbieten!
Hasenvogel 13.09.2018
5. Halb so schlimm
Die Spiele sind zwei Stunden und 100 km auseinander. Das wird schon nicht so schlimm. Ich hingegen kann "meine" 96er endlich mal wieder im Stadion sehen und fahre anschliessend mit der Strassenbahn nach Hause. Mit Familie und 96-Shirt. Und hoffentlich ohne Kloppe...
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