HSV-Goalgetter Son: "Solche Tore machen Spaß"

Er stellt momentan in Hamburg selbst Rafael van der Vaart in den Schatten: Mittelfeldspieler Heung-Min Son ist einer der Garanten für den Aufschwung des HSV. Gegen Augsburg erzielte der 20-Jährige bereits sein fünftes Saisontor. Dank Son kann die Fink-Elf nun sogar wieder von Europa träumen.

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HSV-Profi Son: Tor gegen Augsburg

Hamburg - Der Aufwärtstrend des Hamburger SV geht weiter. Nach dem schlechten Saisonstart feierte der HSV beim FC Augsburg seinen vierten Saisonsieg und kletterte in der Tabelle zumindest vorübergehend auf den vierten Platz. Ein Garant für den Hamburger Aufschwung ist Heung-Min Son. Mit seinem fünften Saisontreffer leitete der Südkoreaner den 2:0-Erfolg des HSV in Augsburg ein.

"Er ist noch jung, muss noch ein bisschen konstanter werden. Aber wenn man das Tor sieht: überragend", sagte Rafael van der Vaart. In Augsburg stand auch der Niederländer etwas im Schatten von Son: Zu den meisten Sprints setzte der Südkoreaner an, er war zweikampfstark und lauffreudig wie kaum ein anderer Hamburger und gab zudem die meisten Torschussvorlagen. Und mit seinem einzigen eigenen Versuch traf er in der 13. Minute.

"Solche Tore machen Spaß", sagte Son über seinen Schlenzer mit links ins lange Eck - und schob in noch nicht ganz ausgereiftem Deutsch hinterher: "Das kommt vom Üben, jetzt muss man so weiter üben." Dazu hat ihn über Jahre vor allem sein Vater Wong-Jung gedrängt - und der dürfte auch dafür sorgen, dass sich Son nicht auf seinen bisherigen Leistungen ausruht. "Er ist schon sehr anstrengend, sehr kritisch. Er wird sagen: Schnell vergessen, nächste Woche spielen wir wieder, so ist er immer", sagt der 20-Jährige.

Van der Vaart und Son lassen Hamburg träumen

Sons Geistesblitz stand auch deshalb so im Mittelpunkt, weil dem HSV in Augsburg ansonsten nur wenig Geistreiches einfiel. Die Gastgeber dominierten fast die gesamte Partie, der HSV wagte sich selten nach vorne - und traf dann doch zweimal. Mit seinem 2:0 entschied der Lette Artjoms Rudnevs (63.) eine Partie, in der die Elf von Trainer Thorsten Fink noch keineswegs wie ein Spitzenteam auftrat. "Wir müssen noch mehr bringen", sagte Sportdirektor Frank Arnesen - und vergaß natürlich auch das Tiefstapeln nicht: "Wir wollen uns ja nicht ganz oben ansiedeln, sondern unter die Top-Zehn kommen."

Dabei hat vor allem die Kombination aus van der Vaart und Son die Hoffnung in Hamburg auf den Europapokal wieder genährt. Erste Indizien, dass es tatsächlich wieder aufwärts geht, hat auch Marcell Jansen ausgemacht: "Wir haben nach schwachem Beginn eine Reaktion gezeigt. Da war ich selber verwundert: Wenn man mal die vergangenen Jahre zurückguckt, sind wir meistens untergegangen oder haben den Faden komplett verloren."

FC Augsburg - Hamburger SV
0:1 Son (13.)
0:2 Rudnevs (63.)
FC Augsburg: Jentzsch - Reinhardt, Langkamp, Klavan, de Jong - Vogt, Baier - Musona, Moravek (ab 64. Petrzela), Werner (ab 81. Ostrzolek) - Hain (ab 56. Bancé)
Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Jansen - Badelj, Arslan (ab 68. Rincon) - Son, van der Vaart (ab 88. Skjelbred), Beister (ab 90. Aogo) - Rudnevs
Schiedsrichter: Weiner (Ottenstein)
Zuschauer: 30.660 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Reinhardt - Arslan (3), Son, Badelj (3)

mib/dpa

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