Mutter Lasogga nach Kühne-Kritik "Das ist eine Unart"

Die große HSV-Soap geht in die nächste Runde: Pierre-Michel Lasogga sei "der Flop des Jahrhunderts", hatte Investor Klaus-Michael Kühne im SPIEGEL-Interview gesagt. Dessen Mutter und Managerin Kerstin Lasogga keilt nun zurück.

Pierre-Michel Lasogga
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Pierre-Michel Lasogga


Kerstin Lasogga hat auf die scharfe Kritik von Investor Klaus-Michael Kühne reagiert. "Ich bin schon etwas überrascht über diese Aussagen. Das ist eine Unart, die sich eingeschlichen hat. Darunter leiden Verein und Fans. Wer ein Welt-Unternehmen führen kann, hat noch längst keine Ahnung von Fußball", sagte sie bei Sky und giftete weiter: "Ständig kritisiert der Investor Trainer, Manager und einzelne Spieler - und das ohne jegliche Kenntnis der Lage. Nicht umsonst gibt es den Satz: Schuster bleib bei deinen Leisten."

Im SPIEGEL, der am Samstag erscheint, kritisiert Kühne unter anderem den Millionen-Transfer von Pierre-Michel Lasogga als "Flop des Jahrhunderts"und hinterfragt die Personalpolitik des Vereins ganz allgemein. Der HSV sei ein Phänomen, "weil die Luschen immer hier hängenbleiben."

Zuvor hatte sich der Hamburger SVbereits mit einer offiziellen Stellungnahme durch Jens Todt geäußert. "Wir stehen uneingeschränkt hinter jedem einzelnen Spieler unseres Kaders. Wir befinden uns mit Herrn Kühne wie bisher in einem offenen und konstruktiven Austausch." Man freue sich nun auf den Liga-Start (Heimspiel gegen Augsburg, Samstag, 15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) und konzentriere sich voll darauf.

In der Woche nach dem Pokal-Aus beim Drittligisten VfL Osnabrück hatte Kühne seinen Unmut geäußert. Der Logistik-Milliardär griff Trainer, Manager und Vereinsführung an und erklärte, was sie zu tun hätten, aber stets unterließen. Er habe "einiges zu beanstanden": Trainer Markus Gisdol müsse "mehr mit dem Team arbeiten", der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen sei "auf der falschen Chaussee" und Todt könne nicht gut verkaufen.

Auch Gisdol und Bruchhagen reagierten auf Kühnes Vorstöße betont gelassen, wohl wissend, dass sie den größten Geldgeber nicht verärgern dürfen. "Das finde ich gar nicht schlimm. Ich verstehe seine Sorgen", sagte Gisdol. Bruchhagen merkte zumindest an, dass sich Kühne "nicht alle Dinge" darstellen würden, die man beachten müsse. "Wir sind regelmäßig im Gespräch, da kann es für mich gar keine überraschenden Äußerungen geben. Damit wissen wir umzugehen", sagte Bruchhagen.

chh/dpa/sid



insgesamt 11 Beiträge
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Bocuse_AK 18.08.2017
1.
HSV - 1860 des Nordens. Nicht einmal mehr bemitleidenswert...
sosososoo 18.08.2017
2. S p o r t ?
Die Aussagen von Muddi Lassogga nehmt ihr in den Sportteil? Damit seit ihr unter der Relegation! Was wohl die Mutter des Freundes von der Tochter des Herrn Diekmeier dazu sagt? Ihr schreibt das.
MADmanOne 18.08.2017
3. Manager ?
Zitat von sosososooDie Aussagen von Muddi Lassogga nehmt ihr in den Sportteil? Damit seit ihr unter der Relegation! Was wohl die Mutter des Freundes von der Tochter des Herrn Diekmeier dazu sagt? Ihr schreibt das.
Soweit ich weiss ist "Muddi Lasogga" seine Managerin und damit genau so qualifiziert und berechtigt, sich zu diesem Thema zu äußern wie der Nixblicker Kühne. Besonders wenn Kühne hier ihren Mandanten (und gleichzeitg Sohn) persönlich angreift. Daher danke an den Spiegel für diese Plattform, Kühne braucht aus meiner Sicht Leute die ihm mal Kontra geben.
starboy 19.08.2017
4. Fussballgeschäfte halt...
Also ich kann Kühne nicht zu 100% Recht geben. Lasogga hatte eine starke Saison 2013/14. Der HSV gab ihm dann einen 5 Jahresvertrag über den sich nach der Saison alle in Hamburg freuten. Danach "tauchte" er ab und schoss wenige Tore. Das geht jetzt 3 Jahre so und mit dem Wissen von heute, war der lange Vertrag ein Fehler. Das Gehalt ist damals auch hoch angesetzt worden um Lasogga zufrieden zu stellen. Um es auf den Punkt zu bringen, ein durchschnittlicher Fussballer bekommt ein relativ hohes Gehalt. In England oder China oder sonst wo kann er sicher noch mehr verdienen. Da werden richtige Mondpreise und Gehälter gezahlt für abgehalfterte Ex-Stars und Co, also sollte Herr Kühne sich mal wieder beruhigen.
Karbonator 19.08.2017
5.
"zurückkeilen" und "giften"... wenn die Managerin, die sie ist, ihren Schützlin gegen die deplatzierten Aussagen von dem sog. Mäzen verteidigt? Wer austeilt, muß auch einstecken können...
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