Hamburger SV Knäbel wird neuer Sportdirektor

Der HSV hat einen neuen Sportdirektor: Peter Knäbel wird Nachfolger des im Juli entlassenen Oliver Kreuzer. Knäbel kennt die Bundesliga aus seiner Zeit als Profi - er spielte jahrelang für Hamburgs Stadtrivalen St. Pauli.


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Der radikale Umbau in der Chefetage des Hamburger SV ist abgeschlossen: Der frühere Bundesligaprofi Peter Knäbel wird zum 1. Oktober neuer Direktor Profifußball und komplettiert die Führungsmannschaft des Traditionsklubs. Der Ex-Spielmacher des Stadtrivalen FC St. Pauli tritt beim HSV die Nachfolge des im Juli entlassenen Oliver Kreuzer an.

Über die Vertragslaufzeit machte der HSV keine Angaben. "Wir freuen uns sehr, dass wir Peter Knäbel für unsere Neuausrichtung gewinnen konnten. Er ist ein ausgewiesener Fachmann auf seinem Gebiet", sagte der Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer, der nach der Entlassung Kreuzers zwischenzeitlich auch die Aufgaben des Sportdirektors übernommen hatte.

Der 47-jährige Knäbel hatte seit 2009 als Technischer Direktor des Schweizerischen Fußball-Verbandes (SFV) gearbeitet. Unter HSV-Chef Beiersdorfer soll er künftig die Zusammenstellung des Teams übernehmen und zur Schnittstelle zwischen dem Vorstand und der Mannschaft von Trainer Josef Zinnbauer werden.

Knäbel kennt die Bundesliga aus seiner Zeit als Spieler, er absolvierte zwischen 1984 und 1994 insgesamt 108 Bundesligaspiele für den VfL Bochum, St. Pauli und 1860 München. Seit Monaten galt er beim HSV als Wunschkandidat für den verwaisten Posten. Ihm zur Seite steht Nachwuchschef Bernhard Peters, der seit August für die Jugendabteilung des HSV verantwortlich ist.

Knäbel tritt beim HSV ein schweres Erbe an. Nach Beiersdorfers Abgang als Sportdirektor im Juni 2009 versuchten sich Bastian Reinhardt (2010 bis 2011), Frank Arnesen (2011 bis 2013) und zuletzt Kreuzer auf dem Posten - ohne langfristigen Erfolg.

Zuletzt wurde Kreuzer der anhaltende sportliche Misserfolg zum Verhängnis. Nach einem wochenlangen Streit um Abfindungszahlungen einigten sich der Klub und der Ex-Manager außergerichtlich. Kreuzer erhält bis zum Sommer 2016 sein volles Gehalt plus Zusatzleistungen.

tim/sid



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