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24. Februar 2013, 11:48 Uhr

Fink nach HSV-Debakel

"Wie eine Jugendmannschaft gespielt"

Der Hamburger SV erlebte in Hannover ein Debakel, bei der höchsten Saisonniederlage offenbarte das Team große Schwächen. Im Interview spricht Trainer Thorsten Fink über die Ursachen der Pleite und den Kampf um die Europapokal-Plätze.

SPIEGEL ONLINE: Herr Fink, statt sich vom Mitkonkurrenten Hannover 96 abzusetzen, hat der Hamburger SV das Nord-Derby 1:5 verloren. Wie ist ein solches Resultat zu erklären?

Fink: Das Ergebnis war leider eine Bestätigung der letzten Trainingsleistungen. Wir haben nie Vollgas gegeben und sind schlecht in die Zweikämpfe gekommen. Am meisten ärgert mich, dass man auf dem Platz überhaupt nicht gesehen hat, dass unser Gegner noch am Donnerstag ein schweres Europa-League-Spiel (1:1 gegen Anschi Machatschkala- d. Red.) hatte.

SPIEGEL ONLINE : Für diesen Wettbewerb möchte sich in dieser Saison auch der HSV qualifizieren. Ist das für Sie ein realistisches Ziel?

Fink: Noch stehen wir ja auf dem sechsten Tabellenplatz, das hätte uns ja eigentlich beflügeln müssen. Hat es aber nicht. Wir haben stattdessen wie eine Jugendmannschaft gespielt. Man kann in Hannover verlieren, aber die Höhe des Ergebnisses ist nicht akzeptabel. Sicherlich hat die Mannschaft Qualität, aber die muss Woche für Woche rübergebracht werden.

SPIEGEL ONLINE : Wie wollen Sie das erreichen?

Fink: Ich verlange ja nicht, dass wir jedes Spiel gewinnen. Natürlich wird immer auch mal eine mittelmäßige Partie dazwischen sein. Am Samstag gegen Greuther Fürth (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE - d. Red.) will ich auf jeden Fall etwas Besseres als diesen Hauruck-Fußball sehen. Der freie Montag ist vorerst gestrichen, ich erwarte jetzt eine Reaktion der Mannschaft.

SPIEGEL ONLINE : In Hannover sah besonders Torhüter René Adler mehrfach schlecht aus. Besorgt Sie seine Leistung?

Fink: Wir gewinnen gemeinsam und verlieren gemeinsam. Deshalb wird man von mir keine Einzelkritik zu René hören.

aufgezeichnet von Andreas Frank, sid

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