VfB-Stürmer Ibisevic "Als Stürmer darf man jubeln"

Mit seinen beiden Treffern hat Stuttgarts Vedad Ibisevic seinen Ex-Club Hoffenheim nahezu im Alleingang besiegt. Im Interview spricht der Stürmer über seinen intensiven Torjubel, die fünfte Gelbe Karte und den Wechsel zum VfB.

VfB-Profi Ibisevic: "Ich habe gesagt, ich mache es nach Gefühl"
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VfB-Profi Ibisevic: "Ich habe gesagt, ich mache es nach Gefühl"


Frage: Herr Ibisevic, Sie haben zwei Tore gegen ihren ehemaligen Club erzielt. War das ein Triumph für Sie?

Ibisevic: Ich will das gar nicht so groß auf die Bühne bringen. Es war ein ganz normales Spiel.

Frage: Sie haben deutlich vor der Hoffenheimer Fankurve gejubelt und haben dafür Pfiffe bekommen. Zu Recht?

Ibisevic: Zu Recht oder nicht, das ist mir egal. Ich habe es nach Gefühl gemacht. Ich glaube, als Stürmer darf man auch jubeln, wenn man ein Tor schießt. In der Bundesliga ist es nicht so einfach, Tore zu schießen. Da darf eine Belohnung sein.

Frage: Macht man sich darüber vorher Gedanken?

Ibisevic: Nein, nein, nein. Mir war das im Vorfeld zu viel mit dieser Geschichte: Ob ich juble oder nicht. Ich habe gesagt, ich mache es nach Gefühl - und so waren meine Gefühle heute.

Frage: Haben Sie mit ihrem Wechsel zum VfB alles richtig gemacht?

Ibisevic: Ab dem Moment war es richtig, weil ich nicht mehr zurückschauen wollte. Ich habe alles dafür getan, dass es ein richtiger Schritt wird. Ich fühle mich im Moment gut.

Frage: Kurz vor Schuss haben Sie Hoffenheims Torwart Tom Starke am Kopf getroffen und ihre fünfte Gelbe Karte bekommen. Was war da los?

Ibisevic: Ja, ich habe ihn ein bisschen unglücklich getroffen. Das war keine Absicht. Ich habe gedacht, dass er den Ball noch mal loslässt. Das war nichts Besonderes, und ich glaube, da muss man nicht unbedingt eine Gelbe Karte zeigen.

Aufgezeichnet von Ulrike John, dpa



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Seite 1
funnyone2007 17.03.2012
1.
Ibisevic war mir schon immer unsympathisch.. sein Verhalten gestern nach dem Tor zeigt wieso.
Franky W. 17.03.2012
2.
Zitat von funnyone2007Ibisevic war mir schon immer unsympathisch.. sein Verhalten gestern nach dem Tor zeigt wieso.
Tja, so wie er von den Hoffenheimer Fans empfangen wurde, hätte ich es ihnen noch viel heftiger unter die Nase gerieben. Es geht auch anders (z.B Zidane), Respekt sollte von beiden Seiten kommen. Die Hh haben ihn regelrecht dazu getrieben die Tore zu schießen....so was nennt man Eigentor.
x3Ray 17.03.2012
3.
Zitat von funnyone2007Ibisevic war mir schon immer unsympathisch.. sein Verhalten gestern nach dem Tor zeigt wieso.
Ich sehe das umgekehrt: Das Verhalten des Stürmers nach dem Tor zeigt, wie loyal er seinem Geldgeber gegenüber enigestellt ist: Wer nicht jubelt, schämt sich für seine Leistung, und DAS ist kleinlich, peinlich und zeugt von mangelnder Identifikation mit seinem Club. Das ist egal, ob man gegen seinen ehemaligen Verein spielt oder sonst wen, ohne ehrlichen Jubel fehlt die Einstellung zum Sport! Nicht-Jubler sind scheinheilige Heuchler, die offensichtlich immer noch bei ihren alten Vereinen geistig hängen geblieben sind und sich dem Ex näher fühlen als dem aktuellen Verein...
dreimalneun 17.03.2012
4. Waren sie dort
Zitat von Franky W.Tja, so wie er von den Hoffenheimer Fans empfangen wurde, hätte ich es ihnen noch viel heftiger unter die Nase gerieben. Es geht auch anders (z.B Zidane), Respekt sollte von beiden Seiten kommen. Die Hh haben ihn regelrecht dazu getrieben die Tore zu schießen....so was nennt man Eigentor.
Ibisevic wurde keineswegs unfreundlich in Hoffenheim empfangen, erst als er sich vor die Fans stellte, und denen mehr oder weniger den Stinkefinger zeigte wurden diese sauer. Kein Vorwurf an Ibisevic, das machen alle so, man denke nur Lakic in Diensten des FCk hat er das Lauterer Trikot geküsst, aber bereits zu diesem Zeitpunkt in Wolfsburg unterschrieben. Man soltte nicht soviel Aufhebens um die Kicker machen, das sind keine Sportmänner lediglich Söldner.
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