Hamburg - Eigentlich war man vom Ende einer einst hoffnungsvollen Fußball-Karriere ausgegangen. Nun sieht es so aus, als bekäme Breno eine zweite Chance: Brasiliens Fußball-Erstligist FC São Paulo hat dem in Deutschland wegen schwerer Brandstiftung inhaftierten Profi einen Dreijahresvertrag angeboten. Durch ein mögliches neues Arbeitsverhältnis hofft der 23 Jahre alte ehemalige Innenverteidiger von Bayern München auf ein vorzeitiges Ende seiner im Juli auf drei Jahre und neun Monate festgelegten Haftstrafe.
Der Vertrag mit Breno wurde am Donnerstag bereits beim brasilianischen Verband CBF registriert, soll aber noch nicht unterschrieben worden sein. Das erklärte Brenos Anwalt Steffen Ufer dem "Münchner Merkur". Breno habe lediglich ein Angebot von São Paulo erhalten - aber das werde er erst annehmen, "wenn in Deutschland alles erledigt ist", sagte Ufer. Der bis zum 7. Oktober 2015 datierte Kontrakt tritt ohnehin erst mit der Freilassung Brenos in Kraft.
Im Sommer hatte ihn das Münchner Landgericht zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt, weil er im September 2011 in alkoholisiertem Zustand seine Mietvilla in Grünwald angezündet hatte. Eine Woche nach dem Urteil legte Brenos Anwalt Revision beim Landgericht ein.
Laut offizieller Clubmitteilung will der aktuelle Sieger der Copa Sudamericana seinem einstigen Zögling und dessen Familie mit dem Vertrag "Sicherheit, Stabilität und vor allem Perspektive" geben. Breno war Anfang 2008 für rund zwölf Millionen Euro von São Paulo nach München gewechselt, wo er unter anderem wegen Verletzungen nie zur erhofften Stammkraft wurde.
psk/kem/sid
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